Texterin
· Januar 2025
· aktualisiert August 2025
Stell dir vor, du erreichst mit einem überschaubaren Marketing-Budget genau deine Wunschkund:innen. Klingt verlockend? Dann bitte weiterlesen. Denn hier geht’s um das Content-Marketing für KMU. Schritt für Schritt erfährst, wie du deinen Marketing-Zielen mit individuellen und nützlichen Inhalten für deine Zielgruppe näherkommst. 🚀
Gerade KMU müssen ihr Marketingbudget mit Bedacht einsetzen. Schließlich ist es meist deutlich kleiner als bei Großkonzernen. Gleichzeitig wollen und müssen auch kleine und mittelständische Unternehmen wachsen, ihr Image pflegen, neue Kund:innen gewinnen und ihr Produkt oder ihre Dienstleistung verkaufen. Dabei kann Content-Marketing helfen. Aber worum geht’s da eigentlich?
Content ist Englisch für Inhalt. Unternehmen erstellen also eigene Inhalte, teilen ihr Wissen und publizieren über ihre eigenen Kanäle. Welche das sind, bleibt dir überlassen, vom Blog bis YouTube ist alles möglich. Populäre Beispiele: Rezepte (von Unternehmen aus der Lebensmittelbranche) oder DIY-Anleitungen (im Handwerkerbereich).
Der große Vorteil, wenn du als kleines oder mittelständisches Unternehmen Content-Marketing einsetzt? Statt darauf zu warten, dass zum Beispiel die Presse deine Themen aufgreift, hast du die Fäden selbst in der Hand und damit auch volle Kontrolle über die Art und Weise, wie über dich gesprochen wird.
KMUs stehen oft spezifischen Herausforderungen gegenüber, die die Umsetzung von Content-Marketing erschweren können. Diese umfassen:
Folgende Lösungsvorschläge möchten wir dir mitgeben:
✅ Outsourcing bestimmter Aufgaben (z. B. an Freelancer:innen oder Agenturen)
✅ Priorisierung eines Hauptkanals (siehe später „Fokus auf einen Kanal“)
✅ Nutzung von leicht zugänglichen Tools und Vorlagen
Keine Frage: Vor allem die Schnelllebigkeit von Social Media kann dazu verleiten, „einfach mal was rauszuhauen“. Aber ein spontanes Veranstaltungsfoto oder verwackelte Bilder vom neuen Produkt sind kein Content im Sinne von Content-Marketing.
Deshalb solltest du für dein KMU im ersten Schritt die Ziele festlegen, die du mit dieser Marketingstrategie verfolgst. Hier ein paar Möglichkeiten:
✅ Vertrauen und Glaubwürdigkeit ausbauen
✅ Beziehung zu bestehenden Kund:innen pflegen
✅ Bekanntheit steigern
✅ Neue Zielgruppen erschließen
✅ Als Expert:in in deiner Nische wahrgenommen werden
Natürlich kannst du auch Ziele kombinieren, bzw. sie unterstützen sich ohnehin gegenseitig. Ein klarer Fokus hilft dir aber, dich nicht in den vielen Möglichkeiten zu verlieren, die Content-Marketing bietet.

Quelle: Statista Content Marketing Trendstudie 2023
Im zweiten Schritt entscheidest du, wer deinen Content konsumieren muss, damit du deine Ziele erreichst. Konzentriere dich dabei auf konkrete Zielgruppen mit ihren spezifischen Wünschen und Bedürfnissen.
✅ Von welcher Art Inhalt profitiert deine Zielgruppe am meisten?
✅ Welchen Wissensstand hat sie?
✅ Woran hat sie Freude?
✅ Welche Sprache spricht sie?
Antworten erhältst du zum Beispiel in persönlichen Gesprächen. Auch der Austausch mit Kolleg:innen aus dem Vertrieb bringt wertvolle Erkenntnisse darüber, was die Zielgruppe braucht. Alternativ kannst du ChatGPT befragen oder die Kanäle von Wettbewerber:innen als Inspirationsquelle nutzen. Ganz wichtig: Der Content muss den Nerv deiner Zielgruppe treffen, nicht deinen.
Gut geplant ist halb gewonnen – Schritt drei ist deshalb ist ein strukturierter Content-Marketing-Plan für dein Unternehmen. In diesem legst du fest, mit welchen Inhalten du deine Ziele und Zielgruppen erreichen möchtest. Außerdem wichtig: Welche Kanäle willst du nutzen und wer wird die Inhalte bereitstellen?
Bist du mit deinem KMU beispielsweise im B2B-Bereich aktiv, wirst du mit Rezepten wohl eher nicht punkten. Dagegen lieferst du mit Whitepapers zu Fachthemen, Insider-Produkttipps oder Anleitungen zum Lösen fachspezifischer Probleme einen konkreten Mehrwert. Diese kannst du über deine Webseite bereitstellen.
Vielleicht gibt es aber auch Kolleg:innen, die gerne vor der Kamera agieren und sympathisch rüberkommen? Wunderbar! Denn Bewegtbilder generieren Aufmerksamkeit. Gleichzeitig ist zu berücksichtigen, dass eine Video-Produktion deutlich aufwendiger ist und Know-how erfordert. Qualitativ und inhaltlich hochwertig sollten deine Videos also sein, Perfektion braucht es nicht. Im Gegenteil: Eine nahbare Hands-on-Mentalität wirkt sympathisch und bleibt in Erinnerung.
Auch im B2C-Bereich sind Videos beliebt. Wenn du selbst nicht die passende Ausstattung hast und / oder dir Ressourcen fehlen, bieten sich Kooperationen mit Content-Creator:innen an. Und das müssen nicht die ganz großen und teuren sein! Sogenannte Micro-Influencer:innen sind ein bisschen wie Hidden Champions und genießen bei ihren Abonnent:innen eine sehr hohe Glaubwürdigkeit.
Hast du einen Blog auf deiner Webseite, kannst du diesen mit passenden Themen für deine Zielgruppe bespielen. Gut recherchierte, anlassbezogene Listicles bereichern deine Webseite ebenso wie Expert:innentipps oder Hintergrundinformationen zu deinen Produkten und Dienstleistungen. Ein heißes Eisen ist Storytelling, denn das lässt deine Botschaften deutlich länger im Kopf deiner Leserschaft verweilen. Und wenn du weißt, was deine Zielgruppe umtreibt (zum Beispiel aus dem Kund:innen-Support), kannst du eine Keyword-Recherche durchführen und deine Blogbeiträge suchmaschinenoptimiert texten.
Die Art des Inhalts und deine Zielgruppe bestimmen den Kanal. Ein eigener YouTube-Channel ist nur dann sinnvoll, wenn du regelmäßig Videos veröffentlichst. Möchtest du Instagram als KMU im B2B-Bereich nutzen, frage dich, wen du über diese Plattform erreichst. Es geht ausdrücklich darum, Mehrwert für die definierte Zielgruppe zu schaffen, und nicht darum, einfach nur dabei zu sein.
Darüber hinaus solltest du in deinem Content-Marketing-Plan Verantwortlichkeiten hinterlegen. Wer kreiert die Inhalte? Wer stellt die Qualität sicher? Wer veröffentlicht? Dafür braucht es nicht zwangsläufig ein festes Team, wohl aber Menschen, die kontinuierlich dranbleiben und strategisch vorgehen. Content-Marketing ist langfristig ausgelegt. Darin unterscheidet es sich zum Beispiel zu einer einmaligen Marketing-Aktion oder einer zeitlich begrenzten Kampagne.
Für deinen Content-Marketing-Plan kannst du verschiedene Werkzeuge nutzen. Ein Redaktionsplan in Excel kommt ebenso infrage, wie ein (kostenloses) Projektmanagement-Tool. Kostenpflichtige Content-Management-Systeme bieten dir weitere Funktionen. Über sie kannst du beispielsweise deine Veröffentlichungen terminieren und Auswertungen machen. Gerade in KMU ist es sinnvoll, den Aufwand für die Planung nicht zu hoch aufzuhängen. Viel wichtiger und erfolgsentscheidender ist es, die Pläne dauerhaft mit Leben zu füllen und zeitgerecht umzusetzen.
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Ein wichtiger Aspekt von Content-Marketing ist die Möglichkeit, den Erfolg der Maßnahmen zu messen. Durch die Definition und Überwachung von Key Performance Indicators (KPIs) kannst du feststellen, ob deine Strategie funktioniert.
Wichtige KPIs im Content-Marketing:
✅ Engagement-Rate: Wie viele Personen interagieren mit deinen Inhalten? (z. B. Likes, Kommentare, Shares)
✅ Conversion-Rate: Wie viele Nutzer:innen führen die gewünschte Handlung aus? (z. B. Newsletter-Anmeldung, Kauf)
✅ Traffic: Wie viele Besucher:innen zieht dein Content auf deine Website?
✅ Verweildauer und Absprungrate: Wie lange bleiben Besucher:innen auf deinen Seiten und wie schnell verlassen sie sie wieder?
Diese Metriken kannst du mit Tools wie Google Analytics, Social-Media-Insights oder speziellen Content-Marketing-Plattformen messen.

Quelle: Statista Content Marketing Trendstudie 2023
Wie anfangs erwähnt, verfügen kleine und mittelständische Unternehmen meist nur über begrenzte Marketing-Ressourcen. Die folgenden Tipps helfen dir dabei, Content-Marketing für KMU zielführend einzusetzen.
Deine Ziele und deine Zielgruppen sowie deine Ressourcen als KMU geben vor, welcher Kanal das größte Potenzial für dein Content-Marketing hat. Starte also lieber klein und dafür gut. Fokussiere dich auf diesen einen Kanal, wachsen kannst du mit der Zeit.
Manche Beiträge bei LinkedIn oder Instagram weisen sechsstellige Views auf. Reichweite allein bringt dir aber keinen Erfolg. Viel besser für dich: Du erreichst hundert Menschen deiner Zielgruppe und vermittelst ihnen glaubwürdig, welches konkrete Problem du für sie löst.
SEO ist Macht. Die gute Nachricht: Suchmaschinen honorieren Inhalte mit Mehrwert. Erstellst du also Content, der für deine Zielgruppe relevant ist, merkst du das auch im Ranking. Win-win für alle Beteiligten.
Ja, der Rechtschreibfehler ist Absicht. Wer auf den perfekten Moment zum Anfangen wartet, wartet vielleicht ewig. Stehen Konzept und Content-Marketing-Plan, heißt es „learning by doing“. Inklusive Analyse nach der ersten Testphase für eine ansehnliche Lernkurve.
Das Motto von Rocky aus der Paw Patrol gilt auch für Content-Marketing. Zentrale Aussagen aus deinem Whitepaper lassen sich einzeln prima als Posts auf LinkedIn spielen. Blogbeiträge kannst du auf Instagram anteasern und die User:innen so auf deine Webseite ziehen.
💡 Und hier noch mein persönlicher Geheimtipp: feste Rubriken, die sich vorplanen und -produzieren lassen. Sie sorgen für Wiedererkennung auf deinem Kanal und erleichtern die Themenfindung. Zwei Klassiker sind „Schon gewusst?“ für Insider-Infos oder „Drei Fragen an“, bei der Kolleg:innen Einblicke in ihren Arbeitsalltag gewähren.
Content-Marketing ist für KMU ein effektiver Weg, um trotz begrenztem Budget ihre Zielgruppen präzise anzusprechen und sich langfristig am Markt zu etablieren. Mit gut geplanten und relevanten Inhalten können KMU Vertrauen und Glaubwürdigkeit aufbauen, bestehende Kund:innen-Beziehungen stärken und neue Zielgruppen erschließen. Ein klarer Fokus auf spezifische Ziele, eine fundierte Kenntnis der Zielgruppe und die Auswahl der passenden Kanäle sind dabei entscheidend.
Besonders im Vergleich zu einmaligen Marketingaktionen bietet Content-Marketing die Möglichkeit, kontinuierlich und nachhaltig Markenwerte zu kommunizieren und die eigene Expertise zu präsentieren. Wichtig ist ein strukturierter Content-Marketing-Plan, der Themen, Kanäle und Verantwortlichkeiten definiert, ohne dabei die begrenzten Ressourcen aus den Augen zu verlieren.
Durch den gezielten Einsatz von Tools zur Planung und Auswertung sowie einem strategischen Ansatz, der den Fokus auf Qualität statt Quantität legt, können KMU nicht nur ihre Sichtbarkeit erhöhen, sondern auch ihren Mehrwert effektiv vermitteln. Mit der richtigen Mischung aus Kreativität, Kontinuität und Analyse wird Content-Marketing zu einer tragenden Säule für den langfristigen Erfolg kleiner und mittelständischer Unternehmen.
Die Kosten für Content-Marketing hängen von den eingesetzten Ressourcen ab. Du kannst mit geringem Budget starten, indem du eigene Inhalte erstellst, beispielsweise mit einem Blog oder einfachen Social-Media-Posts. Möchtest du professionellere Inhalte wie Videos oder Whitepapers erstellen, können zusätzliche Kosten für Equipment, Tools oder externe Dienstleister:innen anfallen. Wichtig ist, dass du mit einem klar definierten Budget und Ziel startest, um die Ausgaben kontrollierbar zu halten.
Content-Marketing ist eine langfristige Strategie. Erste Ergebnisse, wie steigende Website-Besuche oder Interaktionen auf Social Media, können oft nach einigen Wochen sichtbar werden. Der Aufbau von Vertrauen, Reichweite und einer festen Zielgruppe kann jedoch mehrere Monate dauern. Es ist wichtig, kontinuierlich Inhalte zu erstellen und regelmäßig zu analysieren, was gut funktioniert und was optimiert werden muss.
Nicht unbedingt. Du kannst mit einfachen Tools wie einem Excel-Redaktionsplan oder kostenlosen Projektmanagement-Apps wie Trello starten. Für spezifische Aufgaben wie Suchmaschinenoptimierung (z. B. mit Google Analytics oder Ubersuggest) oder die Content-Erstellung (z. B. Canva für Grafiken) können Tools den Prozess erleichtern. Kostenpflichtige Content-Management-Systeme wie HubSpot bieten erweiterte Funktionen, sind jedoch nicht zwingend notwendig, um zu starten.
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Barbara Steffen ist freiberufliche Texterin und Redakteurin. Fast zwei Jahrzehnte Erfahrung in der Unternehmenskommunikation unterschiedlichster Branchen bringt sie für das an den Start, was ihr die meiste Freude bereitet: richtig guten Content.
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