Keyword Recherche: einfache Anleitung & Beispiele
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Keyword Recherche: einfache Anleitung & Beispiele

Sebastian
Sebastian

SEO Spezialist | Google Ads | Content-Marketing

· Juli 2023

· aktualisiert April 2024

In diesem Artikel

Was ist eigentlich eine Keyword-Recherche und wofür wird diese gebraucht? Wir alle nutzen Suchmaschinen mit einem konkreten Ziel, beziehungsweise mit einer konkreten Suchintention. Die Intention kann zum Beispiel lauten, dass du neue Sportschuhe benötigst. Sicherlich wirst du dich als Erstes darüber informieren, welche neuen Sportschuhe im Trend sind und welche sich für deinen Sport am besten eignen werden. Typische Fragen wären: welches Material, welcher Preis, welche Marken?

Sobald alle Informationen eingeholt wurden, bleiben meistens ein paar Sportschuhe übrig, die deinem Anspruch gerecht werden. Die ausgewählten Modelle landen nun sehr wahrscheinlich als Keyword in der Suchmaschine und die Ergebnisse werden miteinander verglichen.

Jetzt hast du deine Auswahl auf einen Sportschuh oder auf einzelne Sportschuhe beschränkt. Voller Euphorie willst du schon bestellen und dann kreuzt dich der Gedanke, willst du wirklich online bestellen? Ich erwische mich sehr oft dabei, dass ich an dem Punkt einen Rückzieher mache und mir vorher lieber den Schuh in einem Laden genauer anschauen möchte.

Was in diesem Beispiel kurz beschrieben wurde, sind Teile einer Customer-Journey. Im Verlauf dieser Kund:innenreise gibt es verschiedene Fragen, die wir uns stellen. Auch die Suchintentionen können sich während der Suche entwickeln. Hier setzt eine professionelle Keyword-Recherche an. Ziel ist es, die Customer-Journey und die jeweiligen Suchintentionen zu deiner Dienstleistung oder zu deinem Produkt zu verstehen und Kontaktpunkte mit deiner Zielgruppe zu schaffen, damit die Sichtbarkeit für deine eigene Website effektiv verbessert wird. Wie genau das funktioniert, erfährst du in diesem Ratgeber, los geht’s!

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Keyword-Recherche: Was sind Keywords?

Keywords sind die Begriffe, die wir während unseres Suchprozesses in der Suchmaschine eingeben. Zum Beispiel, um eine Frage zu beantworten, ein Problem zu lösen, ein Produkt zu kaufen oder eine Dienstleistung in Anspruch zu nehmen. Am Ende sind Keywords die Abbildung einer Nachfrage zu etwas Bestimmten. Als Bestandteil im Online-Marketing finden Keywords hauptsächlich Anwendung bei der Suchmaschinenoptimierung (SEO) und der Suchmaschinenwerbung (SEA).

Eine professionelle Keyword-Recherche bildet dabei die Grundlage für alle folgenden strategischen SEO- und SEA-Entscheidungen. Es ist daher sehr wichtig, bei der Ausarbeitung genügend Zeit einzuplanen und sich ausreichend Expertise anzueignen. Nur dann können strukturelle Schwachstellen in der Zukunft vermieden werden.

Welche Eigenschaften haben Keywords?

Lass uns den Begriff „Keywords“ besser greifbar machen. Dafür gelten folgende Eigenschaften, die bei der Keyword-Recherche geprüft werden sollten:

💡 Suchvolumen: Wie oft wird das Keyword gesucht?

💡 Suchintention: Was möchten Nutzer:innen mit der jeweiligen Suchanfrage erreichen?

💡 Klickpotenzial: Wie viele Anzeigen und Unternehmensprofile erscheinen vor den organischen Suchanfragen?

💡 Klickpreis: Was kostet ein durchschnittlicher Klick bei der Nutzung von Google Ads?

💡 Wortanzahl: Aus wie vielen Wörtern besteht der Suchbegriff?

💡 Customer-Journey: In welcher Phase befindet sich die Nutzer:in im Prozess der Customer-Journey?

Formen und Spezifizierung von Keywords

Neben den obigen Eigenschaften gibt es noch verschiedene Formen von Keywords. Grundsätzlich wird dabei unterschieden in: 

Short-Tail-Keywords

Mid-Tail-Keywords

Long-Tail-Keywords

  • sehr allgemein
  • hoher Wettbewerb
  • Ziel hinter der Suche nicht eindeutig erkennbar
  • viele Klicks, aber schlechte Conversion-Rate
  • etwas spezifischer
  • durchschnittliche Conversion-Raten
  • sehr spezifisch; spiegeln klare Suchintention wider
  • Conversion-Rate sehr hoch

Wenn wir unser obiges Beispiel mit den Sportschuhen nehmen, würde das so aussehen:

  • Short-Tail-Keyword: Sportschuh
  • Mid-Tail-Keyword: Sportschuh kaufen 
  • Long-Tail-Keyword: Nike Pegasus kaufen

Was ist die Customer-Journey, und inwiefern ist sie bei der Keyword-Recherche relevant?

Die nächsten Kapitel sind für das Verständnis einer effektiven Keyword-Recherche von essenzieller Relevanz. Nicht umsonst gibt es immer wieder Probleme in der Praxis, warum SEO- oder auch SEA-Kampagnen im Sand verlaufen. Mit den richtigen SEO-Tipps passiert dir dies nicht, also lies fleißig weiter.😉 

Das betrifft dabei nicht nur kleine Projekte, sondern auch große Konzerne und Marken. Die Aufgabe einer professionellen Keyword-Recherche ist es, zielgenau die Bedürfnisse und Motive von Anfragen zu analysieren, diese zuordnen zu können und daraus passende Strategien abzuleiten. Das kann in der Praxis sehr komplex werden, weswegen uns theoretische Prinzipien bei der Navigation durch diesen wilden Dschungel helfen werden. Zum Nachvollziehen der theoretischen Grundsätze gibt es zum Schluss noch ein ausführliches und praktisches Beispiel.

Die Customer-Journey wird in fünf Phasen eingeteilt: Awareness (Aufmerksamkeit), Consideration (Informationsbeschaffung), Conversion (Kaufentscheidung), Retention (Kundenerhalt) und Advocacy (Kundenbindung). Sie stellt damit eine Erweiterung des AIDA-Modells (Attention, Interest, Desire, Action) dar.

Ganzheitlich betrachtet wird die Customer-Journey mithilfe des Touchpoint Managements als integrierter Steuerungsansatz koordiniert und umgesetzt. Dabei bezieht sich die Customer-Journey nicht mehr allein auf das Marketing, sondern auf alle Unternehmenseinheiten. Das zu vertiefen, wäre jedoch für den Inhalt dieses Ratgebers nicht mehr zielführend.

Um die Customer-Journey im Online-Marketing und konkret auch für eine Keyword-Recherche leichter in die Anwendung zu bringen, wird für diesen Bereich überwiegend das AIDA-Modell als Orientierung genutzt. Es ist an diesem Punkt aber wichtig zu erwähnen, dass dieses Modell keine gesamtheitliche Customer-Journey abbildet, weil dafür auch Unternehmensbereiche außerhalb des Marketings relevant sind.

Quelle: Advidera: https://www.advidera.com/glossar/customer-journey/

💡 Exkurs: Was ist das AIDA-Modell?

Das AIDA-Modell lässt sich in folgende Phasen einordnen:

  1. Attention (Aufmerksamkeit): In dieser Phase geht es darum, die Aufmerksamkeit der potenziellen Kund:innen zu gewinnen. Möglichkeiten sind auffällige Werbungen oder ansprechende Überschriften, um das Interesse der Zielgruppe zu wecken und sie auf das beworbene Produkt oder einer Dienstleistung aufmerksam zu machen.
  2. Interest (Interesse): Sobald die Aufmerksamkeit der Kund:innen geweckt ist, soll natürlich auch das Interesse an dem Produkt oder der Dienstleistung angeregt werden. Dazu werden Informationen über die Vorteile und den Mehrwert des Angebots präsentiert. So soll das Interesse der Kund:innen weiter gesteigert werden. Die Phase ist geschafft, wenn mehr Interesse für das Produkt oder die Dienstleistung geweckt wurde.
  3. Desire (Verlangen): In dieser Phase geht es darum, das Verlangen oder den Wunsch nach dem beworbenen Produkt oder der Dienstleistung zu gewinnen. Es werden spezifische Vorteile, Alleinstellungsmerkmale oder emotionale Aspekte hervorgehoben, um das Verlangen nach dem Produkt zu verstärken. Kund:innen sollen das Gefühl bekommen, dass das Produkt ihre Bedürfnisse erfüllt und ihnen einen sinnvollen Mehrwert bietet. 
  4. Action (Handlung): Die letzte Phase des AIDA-Modells zielt darauf ab, die Kund:innen zur Handlung zu bewegen. Hier ist es wichtig, klare Handlungsaufrufe (Call-to-Action-Elemente) bereitzustellen, um den Kund:innen den nächsten Schritt zu erleichtern. Das kann der Kauf sein, die Kontaktaufnahme oder eine andere gewünschte Handlung.

Quelle: Smart Marketing Breaks: https://smartmarketingbreaks.eu/aida-werbewirkungsmodell/

Keyword-Recherche: Die Suchintention und das AIDA-Modell

Nun wissen wir, wie die Phasen des AIDA-Modells aussehen. Was jetzt noch fehlt, ist die praktische Anwendung dieses theoretischen Konzepts. Zu Beginn habe ich das Beispiel mit dem Sportschuh gebracht. Dabei lassen sich in vier relevante Suchintentionen ableiten:

  • Know (Wunsch nach Informationsbeschaffung)
  • Do (Wunsch nach Handlung oder einer aktiven Interaktion)
  • Website (Seiten von konkreten Anbieter:innen / konkreten Marken)
  • Visit-in-Person (Wunsch nach einem Ort, der besuchbar ist, z. B. ein Laden)

Wenn du es bis hierhin geschafft hast, kann ich dir mit Zuversicht sagen, dass du bereits die wichtigsten Puzzleteile für eine professionelle Keyword-Recherche in der Hand hältst. Lass uns jetzt anfangen, das Puzzle zusammenbringen!

Suchintention: "Know" und die Verbindung mit Attention

Zu Beginn eines Suchprozesses steht meistens die Informationsbeschaffung (Suchintention "Know"). Die Aufgabe von uns als Anbieter:in oder Dienstleister:in liegt entsprechend darin, der suchenden Person möglichst viele Informationen zur Verfügung zu stellen. Im AIDA-Modell sind wir in der ersten Phase und möchten die Aufmerksamkeit (Attention) der Person gewinnen.

Wie schaffen wir das? Kurz gesagt, indem wir alle Fragen, die der:die Suchende zu dem Thema haben kann, abdecken. Klingt nach viel Arbeit? Ist es auch! Meistens passiert das in Form von ausführlichen Blog-Beiträgen, Ratgebern oder Magazin-Beiträgen

Nehmen wir wieder das Beispiel mit dem Sportschuh. Wir sind nun ein:e Anbieter:in für Sportschuhe und wir wollen die Aufmerksamkeit der suchenden Personen zum Thema Sportschuhe gewinnen. Das schaffen wir nur, indem wir einen sehr umfänglichen Ratgeber darüber verfassen, welche verschiedenen Arten von Sportschuhen es gibt, die verschiedenen Arten voneinander unterscheiden und Vor- und Nachteile erklären. Zusätzlich wollen wir in der Lage sein, der suchenden Person passende Vorschläge zu den jeweiligen Sportschuhen anzubieten.

In der Praxis lassen sich über einen Ratgeber auch Kund:innen gewinnen, jedoch ist das primäre Ziel die Generierung von Traffic. Wir können mit Ratgebern entsprechend eine Menge Aufmerksamkeit gewinnen. Ist der Content für die suchende Person sehr hilfreich, wird damit auch Vertrauen zu uns als Anbieter:in oder als Marke aufgebaut.

Suchintention: "Do" und die Verbindung mit Interest, Desire

Wenn die Informationsbeschaffung abgeschlossen ist, folgt der Wunsch nach einer Handlung. Die Suchintention ("Know") wandelt sich in die Suchintention ("Do") und das Interesse für eine Kaufberatung oder dem direkten Kauf eines Sportschuhs ist geweckt. 

Die suchende Person wird jetzt zu einer aktiven Person. Wenn sie durch unseren Ratgeber aktiviert wurde, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass jetzt auch unser Angebot an Sportschuhen gesichtet wird. An diesem Punkt wird der Ratgeber meistens verlassen und die Person schaut sich unser Angebot genauer an. Jetzt gilt es, Interest und Desire zu wecken. Dafür sind in einem Online-Shop zum Beispiel Leistungsseiten, sowie Kategorie- und Produktseiten da.

Im Online-Shop bewegt sich die Person jetzt auf unseren Kategorien und auf unseren Produkten. Hier sind Vorteile, Mehrwerte, Alleinstellungsmerkmale, kurze und prägnante Leistungsversprechen und die Kommunikation von Gefühlen und Emotionen sehr wichtig. Hier gilt oft: Weniger ist mehr.

Suchintention: "Website & Visit-in-Person" und die Verbindung mit Action

Haben wir das Interesse und das Verlangen nach unseren Produkten geweckt, gilt es, die Leser:innen zu unseren Kund:innen zu konvertieren (Action). Dafür werden Handlungsaufrufe (Call-to-Action-Elemente) auf den Kategorie- und Produktseiten benötigt und es muss schnell und einfach möglich sein, sich mit uns in Kontakt zu setzen, ein Store vor Ort aufsuchen zu können ("Visit-in-Person") oder das Produkt schnell und einfach online zu erwerben ("Website").

In diesem Beispiel begann die suchende Person mit der Informationsbeschaffung. Der erste Touch-Point mit der suchenden Person kann aber auch erst bei dem Wunsch nach einer aktiven Handlung oder einer Interkation ("Do") stattfinden. In dem Fall hat die Person die Phase der Informationsbeschaffung über andere Wege abgeschlossen. 

Aus dieser Basis resultiert die Grundlage für die Ausrichtung einer jeden professionellen Keyword-Recherche.

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Anleitung für eine Keyword-Recherche

Wie funktioniert jetzt eigentlich eine Keyword-Recherche?

  1. Ideen sammeln (Brainstorming): Finde so viele Keywords wie möglich und berücksichtige alle Phasen der Customer-Journey (beziehungsweise des AIDA-Modells).
  2. Keywords prüfen: Welche Keywords passen zu deinen Produkten oder deiner Leistung?
  3. Wettbewerber:innen analysieren: Welche Keywords nutzen deine Wettbewerber:innen?
  4. Gruppierung & Strukturierung: Welche Keywords haben die gleiche Suchintention? Welche Keyword-Sets lassen sich daraus ableiten? Was sind die Fokus-Keywords?
  5. Content-Strategien ableiten: Wie viele Wörter und welche konkreten Inhalte werden für den Content der Seiten-Typen benötigt? 

Tools zur Keyword-Recherche

Mit der Anleitung kommen sicherlich viele Fragen auf. Lass uns in die Praxis gehen und diese klären! 

Die vorgestellten Tools für eine Keyword-Recherche basieren dabei auf meinen Erfahrungen. Wo ich welche Tools anwende, zeige ich in den nächsten Abschnitten. 

ChatGPT (kostenfrei / kostenpflichtig)

Google Keyword Planer (nur mit einem kleinen Ads-Budget sinnvoll nutzbar)

Google Trends (kostenfrei)

Google (kostenfrei)

AlsoAsked (kostenfrei/kostenpflichtig)

Seorch (kostenfrei)

✅ Microsoft Excel (kostenpflichtig)

Für Fortgeschrittene oder Dienstleister:innen empfehle ich noch folgende Tools:

SEMrush (kostenpflichtig)

Ahrefs (kostenpflichtig)

Sistrix (kostenpflichtig)

SERP Overlap Tool von SEO-Revolution (kostenfrei)

Speziell bei den Tools zur Keyword-Recherche gibt es viele Alternativen, wie zum Beispiel Ubersuggest von Neil Patel. Vergleiche die Tools miteinander und probiere dich aus!

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Keyword-Recherche – Schritt 1: Keyword Ideen sammeln

Das Brainstorming für Ideen lässt sich sehr gut mit Chat-GPT umsetzen. Für unseren Ratgeber könnten wir zum Beispiel fragen: „Woran sind Personen bei Sportschuhen interessiert?“:

Das sind schon mal eine Menge an Ideen, super! Jetzt lasst uns einen Schritt weiter gehen und das Brainstorming mit einer Google-Suche ergänzen. Ich google nun das Keyword „Sportschuhe Sportart“ und schaue mir die ersten zwei oder drei organischen Suchergebnisse genauer an:

Notiere dir alle gewählten Überschriften der Top-Platzierungen und damit haben wir genug Rohmaterial, um zu Schritt zwei der Keyword-Recherche zu kommen: Keywords prüfen!

Checkliste zur Ideensammlung:

✅ Ideen finden mit ChatGPT

✅ Alle gewählten Überschriften zum Keyword der Top-Platzierungen bei Google notieren

Keyword-Recherche – Schritt 2: Keywords prüfen

Für das Prüfen der Keywords gibt es kostenfreie und kostenpflichtige Programme. Welche Keyword-Planer am besten sind, ist in der Praxis ein kontroverses Thema. In meiner praktischen Erfahrung hat sich der Google Keyword Planer für die allgemeine Recherche durchgesetzt. Für tiefere Recherchen ist der Keyword-Planer von Ahrefs eine passende Ergänzung. 

Für den Beginn ist der Keyword-Planer von Google jedoch ausreichend. Prinzipiell ist dieser kostenfrei, jedoch werden nur mit einer laufenden Ads-Kampagne sinnvoll nutzbare Suchvolumen angezeigt. Dafür reicht bereits ein kleines Budget aus. Ahrefs ist hingegen ein kostenpflichtiges Tool. In diesem Beispiel greife ich nur auf den Keyword-Planer von Google zurück. Wir bleiben bei unserem Ratgeber zu Sportschuhen und ich erläutere einmal das Vorgehen und die Gedankengänge an einzelnen Beispielen.

Im Keyword-Planer prüfe ich erst einmal, wie interessant die Ideen von ChatGPT für unseren Ratgeber sind. Folgende Keywords gebe ich daher ein:

Keywords: sportschuh, sportschuh sportart, sportschuh passform, sportschuh dämpfung, sportschuh material, sportschuh marken

Verwendet dabei immer euer Fokus-Keyword, in dem Fall „Sportschuh“. Der Keyword-Planer geht nicht von allein davon aus, dass sich das einzelne Wort, wie zum Beispiel „Passform“ auf Sportschuh bezieht und prüft das Keyword ansonsten einzeln.

Mein Ergebnis sieht wie folgt aus:

Das Ergebnis gibt uns insgesamt 4.294 Keyword-Ideen. Auf der rechten Seite erhalte ich dazu eine Übersicht, welche Brand- und Non-Brand-Keywords vorgeschlagen werden:

Schnell wird klar, dass die Präsenz von Marken, wie zum Beispiel Nike oder Adidas einen großen Anteil von unseren Keywords tragen. Da wir aber keinen Ratgeber zum Vergleich von Marken verfassen wollen, spielen alle diese Keyword-Ideen aktuell keine wichtige Rolle. An dieser Stelle notiere ich mir jedoch als nächste Idee für einen Ratgeber „Vergleich Markenhersteller für Sportschuhe“.

Daher werde ich alle Marken-Keywords vorerst aus der Keyword-Liste über „Refine keywords“ entfernen. Dasselbe mache ich für andere Einstellungen, die für unseren Ratgeber keine Rolle spielen, wie zum Beispiel „Farbe“ von Schuhen. 

Am Ende bleibt eine Liste mit ungefähr 2000 Keywords übrig. Die Liste exportiere ich nun und speichere mir diese für den nächsten Schritt ab. 

Checkliste zur Keyword-Recherche:

✅ Keywords aus der Ideensammlung eingeben und prüfen

✅ Grobe Filterung von Keyword-Ideen, die nicht zum Thema passen

✅ Ideen für weitere Ratgeber notieren

Keyword-Recherche – Schritt 3: Wettbewerber:innen analysieren

Wettbewerber:innen lassen sich mithilfe von Seorch, Ahrefs, Sistrix und SEMrush sehr gut analysieren. Das eignet sich an dem Punkt für die besten organischen Platzierungen eins bis drei. Bei größeren Projekten ist es manchmal auch hilfreich, weitere Wettbewerber:innen zu prüfen. Damit werden folgende Fragen beantwortet:

💡 Welche Keywords verwendet meine Konkurrenz?

💡 Welche Platzierung hat meine Konkurrenz zu welchem Keyword?

💡 Welche Überschriften wurden für welche Seite gewählt?

💡 Wie lang sind die Inhalte (zum Beispiel von einem Ratgeber)?

💡 Wie schwer wird es, mit meiner Seite organisch zu dem Keyword zu ranken?

💡 Schaltet mein:e Wettbewerber:in auf die Keywords eventuell auch Google-Ads?

Achtung: An dem Punkt möchte ich darauf aufmerksam machen, dass eine solche Wettbewerber:innen-Analyse hauptsächlich für SEO-Dienstleister:innen oder für eigene, kommerziell ambitionierte SEO-Projekte zum Einsatz kommt. Ein Grund sind die Kosten für die oben genannten Tools, was in Summe mehrere hundert Euro im Monat sind. Das ist ein Investment und das sollte bei einem Projekt oder der angebotenen Dienstleistung berücksichtigt werden. 

Der zweite Grund ist die notwendige Erfahrung, diese Tools und die damit verbundenen Möglichkeiten richtig interpretieren zu können und damit einen wertvollen Nutzen zu generieren. Für Einsteiger:innen empfehle ich daher vor dem Kauf, sich ausführlichere Tutorials und Videos zu den jeweiligen Tools anzuschauen.

Keyword-Recherche – Schritt 4: Gruppierung & Strukturierung

Bei der Gruppierung und Strukturierung der Keywords eignet sich eine Excel-Tabelle am besten. Die Keyword-Listen lassen sich von fast jedem Keyword-Planer auch als Excel-Tabelle exportieren. Sie sind daher sehr leicht in die eigene Übersicht zu implementieren. Um die Tabellen mit anderen zu teilen, lohnt sich zudem die Nutzung von Google Drive oder andere Cloud Systeme.

Erinnerst du dich an die Liste mit den 2000 Keywords? Je nachdem, ob du eine Wettbewerbsanalyse mit dazu angefertigt hast, wird das jetzt alles in einem Excel-Sheet organisiert, gruppiert und strukturiert. Das ist meistens der Moment, wo einige so ein unangenehmes Gefühl bekommen, was man aus der Schulzeit oder Universität kennt. Na, erwischt? Dennoch gehört es zu einer professionellen Keyword-Recherche dazu und unterscheidet am Ende nicht selten zwischen Erfolg und Misserfolg. Nimm dir entsprechend dafür genügend Zeit und bleibt zu jeder Zeit sorgfältig.

Als Erstes sortieren wir alles aus, was:

  • nicht relevant für unser Angebot oder unserem Content ist
  • nicht relevant für die Customer-Journey unserer Zielgruppe ist
  • nicht relevant für die Erfüllung der Unternehmensziele ist

Wenn wir das haben, bleiben nur noch Keywords, die potenziell interessant für uns sind. Die gilt es jetzt in Eigenschaften zu gruppieren und in eine für dich übersichtliche Struktur zu bringen:

  • Was sind die Fokus-Keywords?
  • Wie hoch ist der Keyword-Schwierigkeitsgrad?
  • Welche Suchintention steht hinter den Keywords?
  • Zu welcher Phase der Customer-Journey (oder AIDA) passen die Suchanfragen?
  • Welche Form von Content wird für die Keywords benötigt?
  • Welche Verbindungen gibt es zwischen den einzelnen Suchbegriffen?

Keyword-Recherche – Schritt 5: Content-Strategie ableiten

Mit den festgelegten Keywords heißt es jetzt, passende Content-Inhalte zu erstellen. Wir wissen nun, welche Keywords für unser Thema relevant sind und zum Großteil auch, welche Suchintentionen dahinterstehen. Nun beginnt das Thema Content-Marketing und wie Inhalte so aufgearbeitet werden sollten, damit sie den Nutzer:innen einen positiven Mehrwert bieten. Alternativ kannst du das Content-Marketing auch auslagern. Hier findest du zum Schluss noch einige Anreize, was bei einer Content-Strategie berücksichtigt werden sollte:

  • Verfasse deine Inhalte möglichst verständlich
  • Achte auf eine angenehme Länge der einzelnen Absätze
  • Nutze viele Bilder, Videos und Grafiken zur visuellen Unterstützung
  • Verwende Bullet-Points, um Inhalte zusammenfassend zu erläutern
  • Nutze interne und externe Links, achte auf seriöse Inhalte
  • Schaffe über Kommentare und Bewertungen verschiedene Interaktionsmöglichkeiten mit deinen Leser:innen

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📌 Fazit: Mit einer professionellen Keyword-Recherche zum Erfolg!

Mit einer professionellen Keyword-Recherche werden viele Potenziale aufgedeckt und sie hilft Unternehmen dabei, wichtige strategische und operative Entscheidungen im Online-Marketing zu treffen. Dabei beschränkt sich die Keyword-Recherche nicht allein auf die Keywords, sondern auch auf die Suchintentionen der jeweiligen Zielgruppe. 

Die Etappen lassen sich mit dem AIDA-Modell sehr gut abbilden, woraus sich unter Berücksichtigung der anderen Unternehmenseinheiten auch eine Customer-Journey ableiten lässt. Eine Keyword-Recherche findet hauptsächlich im SEO (Suchmaschinenoptimierung) und im SEA (Suchmaschinenwerbung) Anwendung und gehört zum relevantesten Fundament. 

Es empfiehlt sich daher, sich mit diesen Themen intensiver vertraut zu machen oder professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Mit diesem Ratgeber wurden die meisten relevanten theoretischen Grundlagen der Keyword-Recherche erklärt und mit praktischen Beispielen belegt. Viel Spaß und Erfolg in der Praxis!

Häufig gestellte Fragen

  • Was sind Keywords?

    icon down

    Im Kontext der Keyword-Recherche muss man sich zunächst damit auseinandersetzen, worum es sich bei "Keywords" eigentlich handelt. Aus dem englischen übersetzt handelt es sich um Schlüsselwörter, die wir in diesem Kontext in Suchmaschinen eingeben, um ein gewünschtes Ergebnis zu erhalten. Bei der Suchmaschinenoptimierung (SEO) und der Suchmaschinenwerbung (SEA) spielen Keywords also eine wichtige Rolle, da sie vorgeben, wie viel Potenzial eine entsprechender Artikel oder ähnliches hat auch von den gewünschten Nutzer:innen gelesen zu werden.

  • Welche Eigenschaften haben Keywords?

    icon down
    • Suchvolumen: Wie oft wird das Keyword gesucht?
    • Suchintention: Was möchten Nutzer:innen mit der jeweiligen Suchanfrage erreichen?
    • Klickpotenzial: Wie viele Anzeigen und Unternehmensprofile erscheinen vor den organischen Suchanfragen?
    • Klickpreis: Was kostet ein durchschnittlicher Klick bei der Nutzung von Google Ads?
    • Wortanzahl: Aus wie vielen Wörtern besteht der Suchbegriff?
    • Customer-Journey: In welcher Phase befindet sich die Nutzer:in im Prozess der Customer-Journey?
  • Welche Schritte sollte man bei einer Keyword-Recherche befolgen?

    icon down
    1. Ideen sammeln (Brainstorming): Finde so viele Keywords wie möglich und berücksichtige alle Phasen der Customer-Journey (beziehungsweise des AIDA-Modells).
    2. Keywords prüfen: Welche Keywords passen zu deinen Produkten oder deiner Leistung?
    3. Wettbewerber:innen analysieren: Welche Keywords nutzen deine Wettbewerber:innen?
    4. Gruppierung & Strukturierung: Welche Keywords haben die gleiche Suchintention? Welche Keyword-Sets lassen sich daraus ableiten? Was sind die Fokus-Keywords?
    5. Content-Strategien ableiten: Wie viele Wörter und welche konkreten Inhalte werden für den Content der Seiten-Typen benötigt?
  • Welche Tools können bei der Keyword-Recherche hilfreich sein?

    icon down

    Bei der Keyword-Recherche gibt es eine Menge von Tools, die helfen können, die richtigen Keywords zu identifizieren, das potenzielle Suchvolumen widerspiegeln oder gar alternative Keyword-Ideen erstellen. Im Folgenden gibt es einen groben Überblick kostenfreier sowie kostenpflichtiger Tools zur Keyword-Recherche.

    • ChatGPT
    • Google Keyword Planer
    • Google Trends
    • Google
    • AlsoAsked
    • Seorch
    • Microsoft Excel
    • SEMrush
    • Ahrefs
    • Sistrix
    • SERP Overlap Tool
    • Ubersuggest

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