Gastautor
· Mai 2017
· aktualisiert November 2024
Vielen Menschen bereitet der Einstieg in das Anschreiben und den Lebenslauf große Probleme. Wir haben die passenden Tipps für deine Bewerbung, damit du problemlos die richtigen Worte findest.
Die Redewendung besagt normalerweise das Gegenteil, jedoch steht am Anfang jedes Bewerbungsschreibens die Anrede des:der Ansprechpartner:in und hier unterläuft dir kein Fauxpas, wenn du weißt, wen du ansprichst.
Auf ein klassisches „Sehr geehrte Damen und Herren“ solltest du nach Möglichkeit verzichten. Diese Form der Anrede wirkt sehr unpersönlich und sollte nur verwendet werden, wenn du trotz gründlicher Recherche tatsächlich keine:n Ansprechpartner:in ausfindig machen kannst. Am besten kommt es also, wenn du jemanden direkt anschreibst!
Zur Recherche reicht oft schon ein genauer Blick auf die Stellenausschreibung. In den meisten Fällen wird hier zum Ende oder am Rand der Ausschreibung ein:e Ansprechpartner:in genannt, den:die du mit deiner Bewerbung ansprechen kannst.
Sollte dies nicht der Fall sein, gehst du einen Schritt weiter und besuchst die Website des Unternehmens. Hier schaust du bei „Team/Über uns“ oder einer vergleichbaren Rubrik nach, wer für Bewerbungen zuständig ist. Ein weiterer heißer Tipp ist LinkedIn – dort findest du heutzutage fast jede:n. Suche dort einfach nach dem Unternehmen und unter den Personen kannst du sicherlich mehr rausfinden oder eine:n Mitarbeiter:in sogar direkt darüber anschreiben.
Falls dich deine Suche weiterhin zu keinem Ergebnis führt, kann ein Griff zum Telefonhörer Wunder bewirken. Melde Dich über die Festnetznummer, stelle dich kurz als Bewerber:in vor und frag nach, ob es eine konkrete Person gibt, der du deine Bewerbung zukommen lassen kannst. Wenn du deine Frage damit begründest, dass du die Bewerbung nicht unpersönlich halten möchtest, unterstreichst du gleichzeitig die Seriosität deines Bewerbungsvorhabens.
Nicht selten werden potenzielle Bewerber:innen heutzutage von Unternehmen in der Ausschreibung geduzt. Überschriften wie „Wir suchen dich“, „Deine Aufgaben“, „Das bringst du mit“ oder „Du passt zu uns, wenn …“ sind vor allem bei Ausschreibungen von Startups recht beliebt.
Da in vielen Startups ein eher lockerer Umgangston herrscht und sich die Mitarbeiter:innen untereinander duzen, wird auch die Ausschreibung in der Du-Form verfasst. Aber: Darfst du den:die Empfänger:in deiner Bewerbung auch direkt duzen oder solltest du beim förmlichen „Sie“ bleiben und abwarten, wie sich der Umgangston im Arbeitsumfeld gestaltet?
Die Antwort lautet: Du darfst den:die Ansprechpartner:in duzen. Nicht nur darfst du dies tun, du solltest es sogar tun. Auf diese Weise signalisierst du, dass du:
Du lässt deine:n potenzielle:n neue:n Auftraggeber:in also indirekt wissen, dass du in das bestehende Team passt.
Dabei sollst du selbstverständlich nicht in die Umgangssprache verfallen und dir in sprachlicher Hinsicht eine Jogginghose überstreifen. Es geht schließlich immer noch darum, dass der:die Auftraggeber:in eine professionelle Arbeitskraft sucht und du dem Unternehmen deine Arbeitsleistung anbietest.

Diese Redewendung dürftest du wahrscheinlich schon einmal gehört haben. Allerdings ist es wichtig, dass du dich hier nicht als das Nonplusultra darstellst, selbst wenn es vereinzelt Auftraggeber:innen geben wird, die eine derartige Selbstsicherheit gut finden. Mit dieser Herangehensweise wirkst du auf die meisten Auftraggeber:innen eher überheblich und schreckst den:die Leser:in im ersten Moment ab – keine wünschenswerte Reaktion auf den Einstieg ins Bewerbungsschreiben.
So also bitte nicht:
„Als jahrgangsbester Absolvent mit herausragenden Noten und jeder Menge Erfahrung aus einer Unmenge von Einsätzen bei den besten und namhaftesten Unternehmen der Branche hat Ihr Stellenangebot natürlich sofort mein Interesse geweckt.“
„Auf Ihrer Internetseite habe ich gelesen, dass Sie einen Webentwickler suchen. Damit können Sie nun aufhören – ich bin ja jetzt da.“
Wodurch du mit dem ersten Satz tatsächlich überzeugst, ist ein klarer Bezug zum Unternehmen bzw. zur Stelle oder dem ausgeschriebenen Projekt. Dazu kannst du entweder von deiner Person und Erfahrung aus auf den:die Auftraggeber:in hinleiten oder direkt auf das anstehende Projekt zu sprechen kommen und verdeutlichen, inwiefern du den:die Auftraggeber:in mit deiner Expertise dabei unterstützen kannst.
Ganz wichtig – und das zählt für alle Bereiche der Bewerbung – ist die Individualität.
Abgedroschene Floskeln liest niemand gerne. Wer dazu noch täglich mehrere Bewerbungen liest, kennt diese Floskeln aus dem Effeff. Idealerweise suchst du dir also einen Anknüpfungspunkt aus, der dich an dem Unternehmen oder an der ausgeschriebenen Stelle bzw. dem Projekt begeistert.
Die beiden zentralen Fragen, die du für dich beantworten solltest, lauten:
Mögliche Einstiege:
„Die Supershop AG beabsichtigt, den E-Commerce Bereich durch einen neuen Onlineshop auszuweiten. Da ich als Webentwickler in genau diesem Bereich fünf erfolgreich realisierte Projekte in den vergangenen zwei Jahren vorweisen kann, möchte ich mich Ihnen im Folgenden vorstellen.“
„Als Webentwickler mit umfassender Erfahrung in der Realisation von E-Commerce Projekten bin ich auf der Suche nach einem spannenden Projekt, bei dem ich meine Erfahrung und Fachkenntnisse optimal zur Geltung bringen kann. Da ich die Supershop AG gerne bei der geplanten Neugestaltung des Onlineshops unterstützen möchte, stelle ich mich Ihnen im Folgenden kurz vor.“
Sollte dir die Kreativität oder schlichtweg die Zeit fehlen, kannst du deine Bewerbung schreiben lassen. Es gibt professionelle Dienstleister:innen, die dir die mitunter mühselige Arbeit abnehmen können.
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Dazu kannst du entweder von deiner Person und Erfahrung aus auf den:die Auftraggeber:in hinleiten oder direkt auf das anstehende Projekt zu sprechen kommen und verdeutlichen, inwiefern du den:die Auftraggeber:in mit deiner Expertise dabei unterstützen kannst.
Abgedroschene Floskeln liest niemand gerne. Wer dazu noch täglich mehrere Bewerbungen liest, kennt diese Floskeln aus dem Effeff. Idealerweise suchst du dir also einen Anknüpfungspunkt aus, der dich an dem Unternehmen oder an der ausgeschriebenen Stelle bzw. dem Projekt begeistert.
Auf ein klassisches „Sehr geehrte Damen und Herren“ solltest du nach Möglichkeit verzichten. Diese Form der Anrede wirkt sehr unpersönlich und sollte nur verwendet werden, wenn du trotz gründlicher Recherche tatsächlich keine:n Ansprechpartner:in ausfindig machen kannst.
Frage dich lieber:
Wer erhält deine Bewerbung? Zur Recherche reicht oft schon ein genauer Blick auf die Stellenausschreibung. In den meisten Fällen wird hier zum Ende oder am Rand der Ausschreibung ein:e Ansprechpartner:in genannt, den:die du mit deiner Bewerbung ansprechen kannst.
Siezen oder Duzen? Nicht selten werden potenzielle Bewerber:innen heutzutage von Unternehmen in der Ausschreibung geduzt. Überschriften wie „Wir suchen dich“, „Deine Aufgaben“, „Das bringst du mit“ oder „Du passt zu uns, wenn …“ sind vor allem bei Ausschreibungen von Startups recht beliebt.
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Gastautor
Gastautor Ben Dehn arbeitet für die webschmiede GmbH in Bochum. Mit der Dienstleistung „Die Bewerbungsschreiber“ ist das Team der webschmiede GmbH bereits seit mehreren Jahren darauf spezialisiert, ebenso individuelle wie professionelle Bewerbungsunterlagen anzufertigen und bietet darüber hinaus noch viele zusätzliche Leistungen und Services rund um die Themen Bewerbung und Karriere.
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