Copywriting & SEO
· Februar 2026
Kaufentscheidungen laufen heute nicht mehr nach einem einheitlichen Muster. Manche Kund:innen möchten sofort loslegen, ohne langes Gespräch, oder testen ein Produkt lieber selbst. Andere wünschen sich persönliche Beratung, eine klare Einordnung der eigenen Situation und jemanden, der sie durch den Entscheidungsprozess führt. Genau daraus entstehen zwei grundlegende Vertriebsmodelle: Low-Touch Sales und High-Touch Sales.
Beide Modelle haben klare Vorteile, funktionieren aber nur, wenn sie bewusst eingesetzt werden. Welches Modell zu dir passt, hängt von deinem Produkt, deiner Zielgruppe, deinem Preisniveau und deiner internen Struktur ab. Solopreneure stehen dabei oft vor denselben Fragen wie größere Unternehmen. Ein CRM hilft, beide Modelle abzubilden, weil es sowohl automatisierte Prozesse als auch persönliche Interaktionen unterstützt. Mit HubSpot lässt sich das sehr konkret umsetzen. Damit du entscheiden kannst, welcher Ansatz sinnvoll ist, schauen wir uns beide Modelle im Detail an.
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Low-Touch Sales beschreibt einen Vertriebsprozess, bei dem die Kundschaft möglichst viel selbst erledigen. Sie finden alle relevanten Informationen online, können Produkte testen, Preise vergleichen und ohne persönliche Begleitung kaufen.
Typische Merkmale von Low-Touch Sales:
Low-Touch Sales eignet sich für Produkte, die sofort verständlich sind. Das gilt zum Beispiel für einfachere SaaS-Produkte, digitale Angebote, Tools mit klarem Nutzen und standardisierte Dienstleistungen. Auch Solopreneure nutzen Low-Touch, besonders für digitale Produkte oder Workshops, die ohne Beratung funktionieren.
Ein CRM-System ermöglicht Low-Touch Sales auf verschiedene Weise: Nutzer:innen bekommen geführte Onboardings, Tooltips, Produktvideos und automatisierte Hilfen, ohne dass direkter zwischenmenschlicher Kontakt notwendig ist. In HubSpot lässt sich das über Formulare, automatisierte E-Mail-Strecken im Marketing Hub sowie ein klares Lifecycle-Management abbilden. So erhalten Leads abhängig von ihrem Interesse und Verhalten passende Inhalte, ohne dass das Sales-Team sofort eingreifen muss.
Low-Touch Sales bietet Geschwindigkeit, Skalierbarkeit und geringe Vertriebskosten. Gleichzeitig ermöglicht es Kund:innen eine angenehme Selbstbestimmtheit, die in modernen Kaufprozessen immer wichtiger wird.
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High-Touch Sales ist das Gegenmodell. Hier geht es um persönlichen Austausch, Beratung und Begleitung. Die Kundschaft trifft Entscheidungen nicht allein aufgrund der Produktbeschreibung, sondern aufgrund des Vertrauens in dich oder dein Team.
Typische Merkmale von High-Touch Sales:
High-Touch Sales eignet sich für Angebote, bei denen Vertrauen und persönlicher Beziehungsaufbau besonders entscheidend sind. Dazu gehören komplexe Softwarelösungen, Agenturprojekte, Beratungsleistungen, individuelle Dienstleistungen oder hochpreisige Angebote. Solopreneure nutzen besonders oft High-Touch Sales.
Zum Beispiel erleichtert HubSpot High-Touch Sales, weil es Follow-ups strukturiert, Kund:innenhistorien sichtbar macht und Vertriebsaktivitäten dokumentiert. So bleibt der Prozess nachvollziehbar, auch wenn mehrere Gespräche bis zum Geschäftsabschluss notwendig sind.
Beide Modelle haben ihre Vor- und Nachteile. Sehen wir uns das einmal genauer an:
|
Modell |
Vorteile |
Nachteile |
Low-Touch Sales |
✅ extrem skalierbar ✅ geringer Aufwand pro Kunde ✅ schnelle Entscheidungen ✅ ideal für große Zielgruppen ✅ gute Automatisierungsmöglichkeiten ✅ leicht messbar |
❌ wenig Differenzierung ❌ Risiko einer hohen Abbruchquote ❌ keine Einwandbehandlung ❌ schwierig bei komplexen Produkten ❌ kaum persönlicher Bezug |
High-Touch Sales |
✅ tiefes Vertrauen ✅ hohe Abschlussquoten ✅ höhere Margen möglich ✅ enge Kund:innenbindung ✅ starke Differenzierung ✅ präzises Verständnis der Kund:innenbedürfnisse |
❌ zeitintensiv ❌ nicht beliebig skalierbar ❌ hoher Aufwand für Dokumentation ❌ abhängig von Teamkapazitäten ❌ längere Sales-Zyklen |
Drei Kriterien bestimmen die Entscheidung: Produkt, Preis und Zielgruppe.
1. Produktkomplexität
Je einfacher das Produkt oder die Dienstleistung ist, desto eher eignet sich Low-Touch Sales.
Je komplexer und individueller, desto eher passt High-Touch Sales.
Beispiele:
2. Preisniveau
Der Preis beeinflusst das Risiko und damit die notwendige Betreuung.
Ein 29-Euro-Produkt wird niemand in einem Gespräch erklären wollen.
Ein 29.000-Euro-Projekt dagegen schon.
3. Zielgruppe
Zielgruppen unterscheiden sich stark im Entscheidungsverhalten.
💡 Schon die kostenlose Version einer umfangreichen Software kann bei der Low-Touch-Strategie helfen.
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Jetzt Auftrag erstellenKund:innen informieren sich vor einem Kauf heute deutlich früher als zuvor. Sie lesen Artikel, sehen Videos und Social Media, prüfen Case Studies und vergleichen Optionen, lange bevor sie überhaupt an ein Gespräch denken. Low-Touch unterstützt dieses Verhalten hervorragend, weil es alle Informationen bereitstellt, ohne Barrieren aufzubauen.
Gleichzeitig wächst der Wunsch nach persönlicher Bestätigung, sobald eine Entscheidung komplexer wird. Die Kundschaft möchte wissen, ob ein Produkt oder eine Dienstleistung in ihrem spezifischen Kontext funktioniert. Genau hier kommt High-Touch ins Spiel.
CRM-Systeme wie HubSpot zeigen, welche Inhalte Leads konsumieren, wie aktiv sie sind und an welchem Punkt ein persönlicher Kontakt sinnvoll ist. So lassen sich Low-Touch und High-Touch bewusst miteinander verknüpfen, statt sich stur auf eine Option festlegen zu müssen.
Die meisten Unternehmen sollten eine Kombination aus beiden Modellen nutzen. Der Einstieg ist automatisiert und niedrigschwellig, die Entscheidung ist persönlich. Dadurch lässt sich die Effizienz des digitalen Verkaufs mit dem Vertrauen des persönlichen Kontakts ideal verbinden.
Ein hybrider Prozess könnte so aussehen:
Ein weiterer Vorteil hybrider Vertriebsmodelle ist ihre Fähigkeit, unterschiedliche Kund:innentypen gleichzeitig zu bedienen. Manche möchten möglichst früh alles selbst testen, während andere erst später tief ins Produkt oder Angebot einsteigen. Unternehmen können so mehrere Kund:innenerfahrungen innerhalb desselben Systems managen.
HubSpot trackt beispielsweise Interaktionen wie Content-Downloads, E-Mail-Klicks oder die Nutzung von Demos und erhöht bei passenden Signalen automatisch den Score. Sobald ein definierter Schwellenwert erreicht ist, wird ein Deal erstellt oder an den Vertrieb übergeben. So entsteht ein klarer Übergabepunkt von Low-Touch zu High-Touch statt einer Entscheidung aus dem Bauch heraus. Hybride Modelle sind besonders sinnvoll, wenn Zielgruppen unterschiedlich ticken, Produkte unterschiedlich komplex oder die Ressourcen begrenzt sind.
Low-Touch funktioniert nur, wenn das Marketing die passenden Inhalte liefert. High-Touch funktioniert nur, wenn Vertrieb ausreichend qualifizierte Leads bekommt.
Kurz gesagt: Marketing bereitet vor, Sales vertieft. Sales liefert Insights zurück, Marketing optimiert Inhalte.
Ein oft unterschätzter Aspekt ist die Konsistenz der Botschaften. Kund:innen reagieren sensibel, wenn das, was sie online sehen, nicht zu dem passt, was im persönlichen Gespräch kommuniziert wird. Low-Touch erfordert deshalb eine präzise, klare Sprache, die verlässlich durch den Entscheidungsprozess führt. High-Touch muss diese Botschaften bestätigen und vertiefen. Unternehmen, die hier sauber arbeiten, schaffen ein harmonisches Kauferlebnis, das Vertrauen erzeugt.
Solopreneure erfüllen beide Rollen gleichzeitig, profitieren aber besonders stark davon, wenn ein CRM wie HubSpot ihnen zeigt, welche Inhalte funktionieren und wann persönlicher Austausch notwendig wird.
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Um zu erkennen, ob Low-Touch, High-Touch oder ein hybrider Ansatz wirklich funktioniert, ist der Blick auf die richtigen Zahlen unverzichtbar. Sie zeigen, wo Prozesse gut laufen, wo Leads abspringen und welche Touchpoints den größten Einfluss auf einen Kauf haben. Dabei unterscheiden sich die relevanten KPIs je nach Vertriebsmodell. Gleichzeitig gibt es einige Werte, die für beide Ansätze wichtig sind.
Low-Touch-Kennzahlen
High-Touch-Kennzahlen
Kennzahlen für beide Modelle
Diese Kennzahlen kannst du in HubSpot über Reports und Dashboards bündeln, zum Beispiel getrennt nach Lifecycle Stage, Quelle oder Dealphase. So erkennst du, ob dein Low-Touch Funnel genug qualifiziert oder ob High-Touch Gespräche zu früh starten. Durch diese Daten lässt sich die Vertriebsleistung objektiv bewerten und gezielt optimieren.
Stelle dir diese Fragen:
Ein Punkt, der im Entscheidungsprozess oft übersehen wird, ist die interne Struktur. Selbst wenn ein Produkt sich ideal für Low-Touch Sales eignen würde, kann es sein, dass die Grundlage für die notwendigen Inhalte, Automationen oder Systeme noch fehlt. Umgekehrt kann High-Touch Sales schwierig sein, wenn Kapazitäten fehlen. Unternehmen, die diese internen Faktoren ehrlich bewerten, treffen langfristig deutlich bessere Vertriebsentscheidungen.
Entscheidend ist nicht, ob du Low-Touch Sales oder High-Touch Sales einsetzt, sondern wann welcher Ansatz den größten Mehrwert bietet. Manche Schritte funktionieren am besten automatisiert, andere brauchen persönliche Einschätzung und Nähe. Genau diese Mischung macht moderne Vertriebsprozesse stark.
Das HubSpot CRM hilft dir dabei, beide Welten miteinander zu verbinden: klare digitale Abläufe dort, wo Kund:innen selbst vorankommen wollen, und automatisch organisierter persönlicher Austausch für die Momente, in denen die Kundschaft individuelle Beratung und Sicherheit braucht. So entsteht ein Vertriebsprozess, der effizient bleibt, ohne an Menschlichkeit zu verlieren.
Hybride Modelle sind ideal, wenn Zielgruppen unterschiedlich entscheiden, Produkte mehrere Einstiegspunkte haben oder Ressourcen begrenzt sind. Sie kombinieren einen automatisierten Einstieg mit persönlicher Beratung im richtigen Moment und sprechen somit beide Kaufstile an.
Der zentrale Unterschied liegt im Grad der persönlichen Interaktion. Low-Touch Sales setzt auf Selbstbedienung, Automatisierung und schnelle Kaufentscheidungen. High-Touch Sales basiert auf persönlicher Beratung, Beziehung und individueller Begleitung über mehrere Touchpoints hinweg.
Ja, und genau das ist heute oft der effektivste Ansatz. Mit klaren Prozessen, abgestimmten Inhalten und einem zentralen CRM lassen sich unterschiedliche Kund:innenbedürfnisse gleichzeitig bedienen, ohne dass im Vertrieb Chaos entsteht.
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Sophie ist Texterin mit Master in Linguistik und Komparatistik. Mit jahrelanger Agenturerfahrung im Content Management schreibt sie suchmaschinenoptimierte Texte, die wirken – von Website-Content bis E-Books. Als passionierte Polyglottin erstellt sie zudem mehrsprachige Inhalte und Übersetzungen in sieben Sprachen.
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