5 Tipps für Freelancer:innen: So behältst du deine Finanzen im Überblick
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5 Tipps für Freelancer:innen: So behältst du deine Finanzen im Überblick

Johann Nicol
Johann Nicol

Redakteur

· Juli 2022

· aktualisiert März 2024

In diesem Artikel

Ein bisschen Geld nebenbei verdienen oder endlich unabhängig von dem:der nervigen Chef:in werden? Der Beginn der eigenen Geschichte als Freelancer:in ist vielfältig. Doch leider wird sich gerade am Anfang viel zu wenig mit dem finanziellen Aspekt auseinandergesetzt. Wir geben dir 5 Tipps, wie du am Anfang und auch im Laufe deiner freiberuflichen Karriere deine Finanzen besser im Überblick behältst.

1. Finanzen im Überblick: Nicht zu früh selbstständig machen

Vom Freelancen seinen Lebensunterhalt zu bestreiten ist manchmal schwerer, als es den meisten Anfänger:innen vorschwebt. Nur wenn du wirklich gut bist in dem, was du tust, hast du die Chance auf Erfolg und der ist natürlich trotzdem nie garantiert. Hals über Kopf die Uni oder den Job zu verlassen und von einem Mittelmeerstaat aus Geld zu scheffeln und die Finanzen realistisch im Überblick zu behalten, funktioniert praktisch nie. 

Wer sich zu schnell selbstständig macht, riskiert nicht nur, zu viel an Krankenversicherung zu zahlen, sondern auch schnell in eine Schuldenfalle zu tappen, wenn Krankheit oder schlechte Auftragslage dazu führen, dass man die laufenden Kosten nicht mehr decken kann.

Wie verhindere ich Zahlungsunfähigkeit?

Um dafür ideal gewappnet zu sein, brauchst du deinen eigenen Finanzplan sowie einiges an Rücklagen. Falls du als Freelancer:in keinen Erfolg haben solltest, muss dir klar sein, dass der durchschnittliche deutsche Bewerbungsprozess 2 Monate dauert und du in dieser Zeit kein Geld verdienst, aber sicher Fixkosten hast. Auch kannst du durch eine längere Krankheit ausfallen oder größere Nachzahlungen können auf dich zukommen. Am besten kannst du die nötige Höhe deiner Rücklagen so berechnen, um deine Finanzen gut im Überblick zu behalten:

Fixkosten pro Monat x 6 + Umsatzvolumen pro Jahr x 0,2 = nötige Rücklagen

2. Finanzen im Überblick: Frühzeitig mit Steuern & Versicherung auseinandersetzen

Aber nicht nur mit dem Geld, das du haben solltest, musst du dich auseinandersetzen, sondern auch mit dem, das du zahlst. Lies dich deswegen in das Thema Steuern und Versicherungen ein, denn das sind die Hauptfaktoren.

Im Steuerrecht ist trotz cooler Fintechs, die Steuererklärungen vereinfachen, immer noch ein:e Steuerberater:in zu empfehlen. Diese:r kostet zwar im Durchschnitt 50 Euro pro halbe Stunde, ist aber durch möglichst langjährige Erfahrung und die eigene Reise als Selbstständige:r viel effektiver als jede Software, um deine Finanzen im Überblick zu behalten. Diese:n solltest du auch möglichst früh kontaktieren, denn bei Themen wie der Anmeldung beim Finanzamt, Vorsteuer und selbst teilweise bei deiner eigenen Finanzplanung kann er:sie dich unterstützen, sodass am Ende keine bösen Überraschungen auf dich zukommen.

Der zweite Punkt, den du beachten solltest, sind Versicherungen. Durch meine eigene Tätigkeit als Versicherungsmakler weiß ich, wie langweilig das Thema für die meisten ist, aber als Freelancer:in kannst du einiges an Geld durch unabhängige Berater:innen einsparen, anstatt zum nächstbesten Allianz-Strukturvertrieb zu gehen.

3. Finanzen im Überblick: Excel & Co. sind Gold wert

Der nächste Punkt, der essenziell für dich ist, ist die gute alte Excel Tabelle. Klingt zwar stupide und simpel, aber gerade am Anfang, wenn man wenige Aufträge hat, hat man ja immer “alles im Kopf”. Das kann böse enden! Das führt nicht nur zu verpassten Aufträgen und schlechten Bewertungen, sondern auch zur finanziellen Planlosigkeit.

Mach dir also immer eine Tabelle, in der du deine aktuellen Kund:innen, deine Stunden und deinen Verdienst einträgst. Im Idealfall kannst du auch noch eingeben, welchen Verdienst du im nächsten Monat mit dem:der Kund:in erreichen willst, um den nächsten Monat im Voraus zu planen und deine Finanzen optimal im Überblick zu haben.

Kleiner Zusatztipp

Vermerke auf einem anderen Tabellenblatt deine Ziele an Umsatz, Einnahmen und Sparsumme für das Jahr, um dir als Motivation anzuschauen, wie viel Prozent deines Zieles du schon erreicht hast und wo du noch Gas geben musst.

Hast du erst einmal deinen Start erfolgreich im Freelancer:innen-Dasein gemeistert, dann gibt es auch viele interessante – wenn auch meist kostenpflichtige – Programme für deine eigene Selbstständigkeit.

4. Finanzen im Überblick: Finanziell konservativ planen

Auch wenn du Erfolg in dem hast, was du tust und dir gut verdientes Geld zufließt, dann bleib auf dem Teppich. Dir sollte klar sein, dass dir jederzeit Auftraggeber:innen aus welchen Gründen auch immer wegbrechen können und Kündigungsfristen im Freelancing eher selten sind. Versuche also nicht gleich, dir das nächste teure Auto zu leasen oder etwas zu finanzieren, was dir langfristige Verbindlichkeiten einbringt.

Auch bei der Verwendung von Softwaretools sollte dir stets bewusst sein, dass dies laufende monatliche Kosten sind und wenn du das Programm nicht zwangsläufig brauchst, dann schiebe es lieber so lange auf bis du dir das günstigere Jahresabo leisten kannst, anstatt langfristig hohe Beiträge für den monatlichen Service zu zahlen.

Wichtig ist es, immer mehrere Pläne für deine Zukunft zu haben, damit du deine Finanzen im Überblick behältst und sichern kannst. Frage dich immer: 

  • Was tue ich, wenn Auftrag XY wegbricht?
  • Wie lange kann ich ohne diesen auskommen?
  • Bin ich vielleicht zu abhängig von einem:einer Auftraggeber:in?
  • Wie lange wird es das Projekt, an dem ich arbeite, noch geben?
  • Sollte ich diversifizieren, was meine aktuellen Einkommensströme angeht?

5. Finanzen im Überblick: Nicht jeden Auftrag annehmen

Und schließlich und endlich der letzte Ratschlag: Nicht jeder Auftrag rentiert sich für dich. Natürlich kann man auch mal den einen oder anderen Auftrag abwickeln, um das eigene Portfolio aufzubauen. Jede:r fängt mal klein an und jeder Auftrag bedeutet auch immer eine Erfahrung mehr. Du lernst mit Auftraggeber:innen umzugehen und erweiterst deine Skills, dafür sind kleinere Aufträge gar nicht schlecht!

Du solltest deine Arbeitszeit jedoch als wertvolle Ressource betrachten, denn auch wenn es einige gerne anders hätten, man kann pro Woche nur eine bestimmte Zahl von Stunden arbeiten. Deswegen solltest du aus einem Auftrag so viel rausholen wie möglich. Ein sehr niedriger Stundenlohn ist langfristig gesehen natürlich keine Basis für einen gesunden Finanzhaushalt. Deswegen solltest du deine Stundensätze kalkulieren und kannst dir selbst einen Mindestsatz erstellen, unter dem du nur wenige bis keine Aufträge annimmst. Am besten du nimmst dabei die Stunden, welche du im Monat arbeiten kannst und teilst diese durch deine monatlichen Fixkosten. Anschließend summierst du die anfallenden Steuern und eventuellen Projektkosten. Dann weißt du, für welchen Stundensatz du minimal arbeiten kannst. Du bekommst mit der Zeit aber auch ein Gefühl dafür und merkst, wie viel du für einen Auftrag nehmen kannst, um deine Finanzen im Überblick zu behalten und was vielleicht auch etwas zu viel ist.

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So behältst du deine Finanzen im Überblick – Fazit📍

Freelancen kann der schönste Lebensunterhalt der Welt sein. Man kann oft auf der ganzen Welt arbeiten, ist unabhängig und kann häufig wirklich gutes Geld verdienen. Allerdings sollte man sich vorher einen Überblick über die Finanzen machen, damit die harte Arbeit, die man in seine eigene Karriere als Freelancer:in steckt, auch die entsprechenden Früchte trägt.

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