Digital PR für Startups: Wie du 2026 Sichtbarkeit in Medien und digitalen Kanälen gezielt aufbaust
Praxis

Digital PR für Startups: Wie du 2026 Sichtbarkeit in Medien und digitalen Kanälen gezielt aufbaust

Mirijam
Mirijam

Healthcare PR & Content Marketing

· Februar 2026

Sichtbarkeit ist für Startups die Lebensversicherung in einem überfüllten Markt. Während die Kosten für Performance Marketing (Ads) explodieren, gewinnt eine Disziplin massiv an Bedeutung: Digital PR. Doch wer heute noch Pressemitteilungen wie im Jahr 2010 verschickt, landet direkt im Spam-Ordner. In diesem Guide erfährst du, wie du Digital PR als Hebel für dein Startup nutzt, um nicht nur gefunden, sondern auch als glaubwürdig wahrgenommen zu werden.

In diesem Artikel

Was ist Digital PR eigentlich?

Vergiss das Bild vom klassischen PR-Profi, der sein Netzwerk vor allem bei exklusiven Events pflegt und Journalist:innen bei Häppchen und Sekt von einer Story überzeugt. Diese Form der „Beziehungs-PR“ ist zwar (noch) nicht tot, aber für ein Startup viel zu langsam, zu teuer und vor allem: zu wenig messbar. Digital PR hingegen ist ein Werkzeug bzw. die smarte Evolution der Pressearbeit. Sie verbindet klassisches Storytelling mit den harten Fakten von SEO und Content Marketing.

Der Clou: Wir zielen nicht nur auf eine einmalige Erwähnung ab. Wir wollen Signale setzen, die Google und KI-Systemen sagen: „Dieses Startup ist relevant!“

Doch, wo hört SEO auf und wo fängt Digital PR an? Um das Ganze einzuordnen, schauen wir uns einmal an, wie sich die Disziplinen im groben unterscheiden:

Tabelle 1: Einordnung und Fokus der Digtial PR

Disziplin

Primärer Fokus

Zentrale Leitfrage

Klassische PR

Medienarbeit & Reputation

Ist das Thema journalistisch relevant?

Digital PR

Earned Media & digitale Sichtbarkeit

Wie entfaltet Berichterstattung langfristige Wirkung im digitalen Raum?

SEO

Technische & inhaltliche Optimierung

Wie wird eine Website gefunden?

Content Marketing

Eigene Inhalte & Zielgruppenansprache

Welche Inhalte helfen der Zielgruppe weiter?

Tabelle 2: Zielgruppen, Kanäle, Wirkung

Disziplin

Typische Zielgruppen

Häufige Kanäle

Wirkung

Klassische PR

Öffentlichkeit, Medien, Stakeholder

Printmedien, Online-Medien, Interviews

Vertrauen, öffentliche Einordnung

Digital PR

Medien, Suchmaschinen, KI-Systeme, Fachöffentlichkeit

Online-Fachmedien, Gastartikel, Podcasts, Newsletter, Plattformen

Autorität, Auffindbarkeit, Vertrauen

SEO

Suchende Nutzer:innen

Website, Landingpages, technische Struktur

Rankings, organischer Traffic

Content Marketing

Kund:innen, Community

Blog, Newsletter, Social Media

Bindung, Wiedererkennung, Conversion

Warum Digital PR im Startup-Kontext der Gamechanger ist

Natürlich träumt fast jede:r Gründer:in vom Feature im Handelsblatt oder eines anderen großen Blatts. Aber ohne bestehendes Momentum ist die Hürde dort riesig. Eine kluge Digital-PR-Strategie gleicht eher einer Treppe, die man Stufe für Stufe erklimmt.

Auf deiner Treppe zum Digital PR-Erfolg kannst du folgendes beachten:

  • Trust-Faktor auch bei kleinen Medien: Ein Backlink von einem spezialisierten Fachblog oder einem regionalen Medium wie der Rheinischen Post oder dem Münchner Merkur ist oft zielführender (und realistischer) als ein ignorierter Pitch bei einem nationalen Giganten. Die Zielgruppe ist in regionalen Medien spitzer und Google sieht auch hier: „Hey, eine etablierte Seite verweist auf dieses Startup.“
  • Regionale Medien nutzen: Für viele Startups ist die Lokalzeitung am Firmensitz der ideale Einstieg. Regionalmedien sind oft dankbar für spannende Geschichten aus der Nachbarschaft. Diese Artikel sind dann dein „Proof of Concept“ für größere Redaktionen.
  • Fachmedien als Hebel: Wenn du zum Beispiel ein Tool für HR-Freelancer baust, ist eine Erwähnung in einem HR-Fachportal Gold wert. Die Reichweite ist kleiner, aber die Konvertierung und der SEO-Effekt innerhalb deiner Nische sind massiv.

💡 Tipp für den Start: Baue dir ein Fundament aus 3–5 Veröffentlichungen in Nischen- oder Regionalmedien auf. Wenn du danach die großen Redaktionen anschreibst, kannst du bereits zeigen: „Wir sind kein unbeschriebenes Blatt.“

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Strategie: Sichtbarkeit in digitalen Medien gezielt aufbauen

Wie schaffst du es nun, dass man über dich spricht? Die Antwort lautet: Relevanz vor Reichweite.

Ein paar Ideen könnten sein:

  1. Data-driven PR: Journalist:innen lieben exklusive Daten. Hast du anonymisierte Nutzer:indaten, die einen Trend in deiner Branche belegen? Bereite sie unbedingt für die Presse als Infografik auf.
  2. Newsjacking: Passiert gerade etwas Relevantes in deiner Branche? Schicke ein Statement an die passenden Redaktionen. Sei die Stimme, die das Geschehen einordnet und mit deinem Unternehmen in Verbindung bringt.
  3. Founder Branding: Menschen kaufen von Menschen. Die Positionierung von Menschen klappt natürlich sehr gut auf LinkedIn, aber zum Beispiel auch in Gastbeiträgen, in denen ihr als Expert:innen für ein spezifisches Nischenthema sprecht.

Der Turbo-Boost: KI für eure Digital PR nutzen

Wir schreiben das Jahr 2026 und wer KI ignoriert, verliert. So viel ist klar. Besonders in kleinen Teams ist der Einsatz von KI für die PR ein massiver Effizienzhebel. Aber bitte beachte, dass Journalist:innen mit KI-Spam überflutet werden. Dein Ziel ist es, die KI als „analytisches Rückgrat“ deiner Digital PR zu nutzen, nicht als seelenlose Textmaschine.

5 Tipps für den Einsatz von KI in der PR

Tipp #1: Recherche

Nutze Perplexity für die Tiefenrecherche zu Journalist:innen und Themen. Das KI-Tool liefert dir konkrete Quellen und aktuelle Artikel schneller als jede händische Suche.

Tipp #2: Analytischer Pitch-Check

Füttere eine KI mit dem letzten Artikel eines Journalisten UND deinem Pitch. Frage: „Passt mein Thema dem Schreibstil der Journalistin? Wo ist die Lücke?“. Wer das für jeden Pitch individuell anlegt, vermeidet unpassende Massenmails im Gießkannenprinzip.

Tipp #3: Daten-Mining und -Finding

Nutze KI-Tools, um zum Beispiel Datensätze deines Startups nach Trends zu durchsuchen. Ein Startup, das „7 Trends im Bereich X“ auf Basis eigener Daten liefert, ist für Redaktionen Gold wert. Oder lasse die KI relevante Themen aus deinem Kontext finden.

Tipp #4: Content-Recycling: Ist ein Artikel einmal platziert, ist die Arbeit nicht vorbei. Lass die KI aus einem Interview direkt LinkedIn-Posts, einen Newsletter oder ein Skript für ein Kurzvideo erstellen. So holst du das Maximum aus jedem Presse-Erfolg heraus.

Tipp #5: Journalist:innen-Datenbanken mit KI-Funktion

Wenn das Geld da ist, ist myconvento eine der günstigeren Einstiegsmöglichkeiten, um auf Datenbanken mit Journalist:innenkontakten im DACH-Raum zuzugreifen. Auf myconvento findest du auf Basis einer semantischen Analyse genau die Journalist:innen und Multiplikator:innen, die sich für jetzt schon für euer Thema interessieren und dazu schon etwas publiziert haben.

💡 Zusatztipp: Dieser Tipp ist zwar kein KI-Tool-Tipp, aber Anwendungen wie Google Alerts helfen dir kostenlos dabei, Trends zu identifizieren und auf dem Laufenden in deiner Branche zu bleiben.

Bei dem Einsatz von KI muss die letzte Meile bitte immer menschlich sein. Journalist:innen riechen KI-generierten Einheitsbrei gegen den Wind. Nutze die KI daher als Werkzeug, nicht als Autor:in.

Freelancer:innen, die du sonst nicht findest

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Wie man den Erfolg von Digital PR messen kann

„Gefühlte Sichtbarkeit“ bezahlt keine Rechnungen, also brauchen wir harte KPIs. Das Gute: Digital PR ist messbarer denn je.

Kennzahlen für Digital PR sind unter anderem:

  • Referral Traffic: Wie viele Nutzer:innen kommen über einen Link im Online-Magazin direkt auf deine Seite?
  • Domain Authority: Steigt die Autorität deiner Website durch die hochwertigen Backlinks?
  • Brand Mentions: Wie oft wird dein Markenname im Netz erwähnt (auch ohne Link)?
  • Share of Voice: Welchen Anteil hat dein Startup an der medialen Berichterstattung im Vergleich zur Konkurrenz?

Wann du dir Unterstützung holen solltest

Du kannst vieles selbst machen, aber PR ist ein Handwerk, das Erfahrung und viel Zeit kostet. Gerade für Startups sind Freelancer:innen daher die ideale Lösung. Sie bringen das Netzwerk und die Erfahrung mit, ohne dass du eine teure Agentur mit riesigem Overhead bezahlen musst. Eine spezialisierte Freelancerin kann dir helfen, deine Digital-PR-Strategie in wenigen Wochen auf die Straße zu bringen.

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📌 Fazit: Sichtbarkeit muss man sich verdienen

Am Ende des Tages ist Sichtbarkeit im Jahr 2026 kein Zufall, sondern das Ergebnis von Ausdauer und Köpfchen. Wer Digital PR ernst nimmt, versteht schnell, dass es nicht um das kurze Strohfeuer geht, sondern darum, sich Schritt für Schritt einen Namen zu machen. Indem du klein bei regionalen Medien oder Fachportalen startest, baust du dir genau das Vertrauen auf, das du später brauchst, um auch die ganz großen Redaktionen zu überzeugen.

Dabei ist die KI dein wichtigster Verbündeter: Sie nimmt dir die mühsame Recherche ab und hilft dir dabei, deine Themen so zuzuspitzen, dass sie im überfüllten Posteingang der Journalist:innen auch wahrgenommen werden. Aber Vorsicht: Die menschliche Note bleibt entscheidend. Die KI ist das Werkzeug, aber die echte Geschichte kommt von dir

Wer eine gute Digital-PR-Strategie nutzt, baut sich ein Fundament auf, das weit über den nächsten Klick hinausgeht. Es geht nicht darum, Suchmaschinen auszutricksen, sondern darum, durch echte Inhalte und kluge digitale Vernetzung zu einer Autorität in deiner Nische zu werden, die man schlichtweg nicht mehr ignorieren kann.

Häufig gestellte Fragen

  • Was ist Digital PR?

    icon down

    Digital PR ist die Weiterentwicklung klassischer Pressearbeit. Sie kombiniert Storytelling mit SEO, Content Marketing und datenbasierter Medienarbeit, um langfristige Sichtbarkeit, Backlinks und Markenautorität aufzubauen.

  • Was ist der Unterschied zwischen SEO und Digital PR?

    icon down

    SEO optimiert die eigene Website technisch und inhaltlich für Suchmaschinen. Digital PR hingegen sorgt durch externe Medienberichte, Backlinks und Erwähnungen für Autorität und digitale Relevanz.

  • Wie können Startups mit digitaler PR beginnen?

    icon down

    Der beste Einstieg gelingt über regionale Medien oder spezialisierte Fachportale. 3–5 gezielte Veröffentlichungen schaffen Glaubwürdigkeit und dienen als Referenz für größere Redaktionen.

  • Wie misst man den Erfolg von digitaler PR?

    icon down

    Wichtige KPIs sind Referral Traffic, Domain Authority, Brand Mentions, Share of Voice und qualitative Medienplatzierungen.

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Healthcare PR & Content Marketing

Mirijam ist selbstständige PR- und Content-Marketing-Beraterin für Healthcare- Unternehmen mit Fokus auf Startups und KMU. Sie unterstützt Unternehmen dabei, komplexe Themen klar zu kommunizieren und strategische Sichtbarkeit in den richtigen Kanälen zu schaffen. Nach mehreren Jahren in Agenturen berät sie heute als Freelancerin junge Unternehmen und wachsende Marken dabei, mit durchdachter Kommunikation Vertrauen und Reichweite aufzubauen.

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