Warum kann eine Community Freelancer:innen in schwierigen Phasen stärken?
Wohlbefinden

Warum kann eine Community Freelancer:innen in schwierigen Phasen stärken?

Giuliana
Giuliana

Social Media Management & Mediendesign

· Januar 2026

Die Entscheidung ist getroffen. Die Euphorie kickt, Ideen sprudeln und man sieht schon das Bild vor sich, von einem freieren Arbeitsleben als Freelancer:in. Alles fühlt sich möglich an. Und dann, mitten im Tun, meldet sich diese leise Stimme, die immer lauter wird und man fragt sich: „Bin ich denn wirklich schon so weit? War es eine gute Idee?“

Theoretisch weiß man, dass die Selbstständigkeit kein leichter Weg ist. Trotzdem ist da oft die Hoffnung, dass es vielleicht doch schneller geht. Dass der Einstieg leichter fällt und dass sich bald bestätigt, was sich innerlich schon richtig angefühlt hat. Doch der Posteingang bleibt leer, Antworten bleiben aus und der Blick auf andere zeigt vor allem eins: scheinbar grenzenlosen Erfolg. Das ist die emotionale Realität im Freelancing. Und genau hier beginnt für viele die eigentliche Arbeit. 

Die emotionale Realität im Freelancing: Selbstzweifel, Leistungsdruck und Orientierung

Selbstzweifel im Freelancing entstehen nicht nur durch fehlende Aufträge. Sie wachsen im Vergleich mit anderen. In Feeds voller Erfolge, in Gesprächen, in denen selten über Unsicherheit gesprochen wird. Der eigene Weg beginnt sich langsam und nicht gut genug anzufühlen. Das ist eine Erfahrung, die das Freelance-Mindset stark beeinflussen kann und die viele als Impostor-Gefühl kennen.

Viele Freelancer:innen knüpfen das Gefühl, „wirklich selbstständig“ zu sein, an den ersten Auftrag. Er wird zum Beweis, dass die Entscheidung richtig war und man angekommen ist. Dieser Moment rückt alles, was davor war, die Vorbereitung, das Lernen und das Dranbleiben, in den Hintergrund. 

Dabei beginnt die Selbstständigkeit genau dort. Sie fängt nicht erst mit dem ersten Auftrag an, sondern mit der Entscheidung, immer weiterzumachen. Mit jedem Tag, an dem man investiert, ohne sofortige Bestätigung zu bekommen. Das ist ein Erfolg, der selten gepostet wird, daher lässt er sich schlecht messen. Dennoch ist es die Grundlage für alles, was folgt

Problematisch wird es, wenn man diese Phase bewertet, indem man sich mit Menschen vergleicht, die ihr Ziel bereits erreicht haben. Wer sich ausschließlich an fertigen Erfolgsgeschichten orientiert, übersieht leicht, dass auch sie selbst einmal genau hier standen.

Die Rolle einer Community als emotionaler Anker

Zwischen diesem täglichen Auf und Ab aus Euphorie und Zweifel, Stolz und Unsicherheit kann eine Community für Freelancer:innen zu einem echten Anker werden und als ein Raum für Ehrlichkeit und Transparenz dienen. 

In der richtigen Community werden nicht nur Kund:innen-Erfolge kommuniziert, sondern auch der Weg dahin. Zweifel dürfen ausgesprochen werden, ohne sie rechtfertigen zu müssen. Wenn Erfahrungen geteilt werden, verlieren sie an Gewicht und können den eigenen Anspruch relativieren. 

Hier wird deutlich, dass Selbstständigkeit für alle gleich beginnt: mit der Entscheidung. Manche sind vielleicht schon ein paar Schritte weiter und andere stehen noch am Anfang. Doch alle sind unterwegs. Fortschritte werden sichtbar, weil nicht nur die großen Erfolge zählen, sondern auch die kleinen Schritte. Daraus wächst Motivation für Freelancer:innen: durch die Verbindung und gegenseitige Unterstützung und nicht nur durch Disziplin oder Durchhalten. Eine Freelancer:innen-Community bietet Bestätigung jenseits von Aufträgen. Genau das fehlt in der Selbstständigkeit oft. Eine Community wirkt hier wie ein Gegenpol zur Isolation und zum inneren Druck. 

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Wie Auftraggeber:innen ein sicheres Umfeld schaffen

Selbstständigkeit bedeutet Freiheit, aber gerade in der Anfangsphase auch Unsicherheit. Umso wichtiger ist das Umfeld, in dem Freelancer:innen arbeiten. Auftraggeber:innen haben hier mehr Einfluss, als oft bewusst ist. Vor allem durch die Art, wie die Zusammenarbeit gestaltet wird. 

Klarheit und Erwartungsmanagement

Ein großer Teil von Unsicherheit entsteht durch unklare Erwartungen. Wenn Ziele und Erwartungen nicht eindeutig formuliert sind, klopft schnell die Unsicherheit an. Man fragt sich, ob man den Anforderungen gerecht werden kann, ob man zu viel oder zu wenig liefert oder ob man die Erwartungen enttäuscht. Klare Briefings, transparente Kommunikation und erreichbare Ansprechpartner:innen geben Sicherheit und reduzieren unnötigen Leistungsdruck. Das stärkt die Motivation von Freelancer:innen. Solange man weiß, woran man ist, kann man selbstbewusster arbeiten und bessere Ergebnisse liefern

Autonomie statt Kontrolle

Einer der Gründe, weshalb Freelancer:innen engagiert werden, ist, dass sie eigenständig arbeiten, Verantwortung übernehmen und Expertise mitbringen. Diese Erwartung steht aber im Widerspruch, wenn das selbstständige Arbeiten durch übermäßige Kontrolle eingeschränkt wird.

Ein vertrauensvoller Umgang bedeutet, Raum für eigene Lösungswege zu lassen. Nicht jeder Schritt muss überwacht werden. Wenn man merkt, dass einem etwas zugetraut wird, stärkt das nicht nur die Zusammenarbeit, sondern auch das eigene Selbstvertrauen. Vor allem für die Menschen, die noch am Anfang stehen, ist dieses entgegengebrachte Vertrauen entscheidend. 

Vertrauen und psychologische Sicherheit 

Zum Thema psychologische Sicherheit gehört, Fragen stellen zu dürfen, ohne Angst vor negativen Konsequenzen zu haben. Auf Fehler aufmerksam gemacht zu werden, ist völlig in Ordnung und normal, doch man möchte danach nicht das Gefühl bekommen, dass an der Kompetenz gezweifelt wird. 

Wenn man das Gefühl hat, alles perfekt machen zu müssen, um ernst genommen zu werden, arbeitet man unter ständigem Druck. Vertrauen hingegen schafft Raum, erlaubt Entwicklung und stärkt langfristig die Qualität der Zusammenarbeit

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Realistische Erwartungen an neue Freelancer:innen 

Nicht jede:r Freelancer:in startet mit jahrelanger Selbstständigkeit und perfekt eingespielten Prozessen. Und das ist völlig in Ordnung. Zu realistischen Erwartungen gehört, dass Selbstständigkeit ein Lernprozess ist und sich Routinen, Abläufe und totale Sicherheit oft erst mit der Zeit entwickeln

Genauso wichtig ist, dass der Status „neu im Freelancer:innen-Business“ nicht davon ablenken darf, welche Expertise bereits vorhanden ist. Viele Menschen entscheiden sich für die Selbstständigkeit, weil sie sich über die Jahre ein Fachwissen im Angestelltenverhältnis aufgebaut haben. Sie wandeln ihre Erfahrungen, Verantwortung und Kompetenz nur in eine andere Arbeitsform um. 

Für Auftraggeber:innen sollte also die Dauer der Selbstständigkeit nicht im Vordergrund stehen. Es sollte entscheidend sein, was jemand kann und welche Erfahrung man mitbringt. Wer das versteht, sorgt dafür, dass Freelancer:innen an ihrer tatsächlichen Leistung gemessen werden und trägt so dazu bei, dass sie sich Schritt für Schritt weiterentwickeln können. Davon können am Ende nur beide Seiten profitieren. 

📌 Fazit: Die Entscheidung ist der Anfang

Zwischen Euphorie und Zweifel liegt die Realität. Die Selbstständigkeit ist kein geradliniger Weg, sondern ein Prozess, der von Unsicherheit und Hoffnung gleichermaßen geprägt ist. Freelancer:in zu sein, beginnt nicht mit dem ersten Auftrag. Es beginnt mit der Entscheidung, dranzubleiben, auch wenn die Bestätigung noch ausbleibt. Die Zweifel gehören dazu. Sie sollen einen nicht hindern, diesen Weg weiterzugehen. Das ist das Richtige. Eine Community für Freelancer:innen kann in dieser Phase Halt geben und ist eine wichtige Form von Unterstützung für Selbstständige. Sie macht für einen selbst so viele wichtige Dinge sichtbar: das Wachstum, die Entwicklung und die Erkenntnis, dass man nicht alleine startet. Unterstützung, ehrlicher Austausch und gemeinsame Erfahrungen geben Halt, noch lange bevor der erste Auftrag im Posteingang landet.

Häufig gestellte Fragen

  • Was können Auftraggeber:innen tun, um Freelancer:innen Sicherheit zu geben?

    icon down

    Auftraggeber:innen können klare Briefings geben, Erwartungen transparent machen, Ansprechpartner:innen erreichbar halten und Vertrauen statt Kontrolle fördern. Das schafft psychologische Sicherheit und reduziert unnötigen Druck.

  • Welche Unterstützung für Selbstständige bietet eine Community konkret?

    icon down

    Zum Beispiel Mentoring, Tipps zur Kommunikation mit Kund:innen, Austausch über Preise und Prozesse, Ressourcen, Kontakte und emotionale Unterstützung bei ausbleibenden Aufträgen oder aufkommenden Zweifeln.

  • Was bedeutet Unterstützung für Selbstständige?

    icon down

    Unterstützung für Selbstständige bedeutet, ihnen nicht nur fachliche Tipps zu geben, sondern auch einen Austausch zu ermöglichen, ihnen Orientierung und Feedback zu geben sowie ihre mentale Stabilität zu fördern.

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Social Media Management & Mediendesign

Giuliana setzt Inhalte für Unternehmen strukturiert, visuell ansprechend und CI-konform um. Ihr Schwerpunkt liegt auf Social Media Management und Mediengestaltung, von der Planung bis zur Umsetzung von Beiträgen, Grafiken und Printmedien. Dabei verbindet sie kreatives Design mit klarer Struktur und einem Auge fürs Detail.

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