Head of Marketing & Business Development @Junico
· September 2026
Ob Projektunterlagen, Zugänge oder Kontaktdaten: Als Freelancer:in arbeitest du mit vertraulichen Informationen. Manche Auftraggeber:innen lassen dich deshalb vor Projektbeginn eine Geheimhaltungsvereinbarung (NDA) unterzeichnen. Ein gehacktes Konto oder ein Datenleck können sich hierbei als fatal erweisen und sowohl den Ruf als auch die finanzielle Situation stark beeinträchtigen. Deswegen gewinnen die Themen Online-Sicherheit und Datenschutz für Freelancer:innen zunehmend an Bedeutung.
Wir stellen dir in diesem Artikel vor, welche Gefahren im Internet lauern und mit welchen Tipps du für eine hohe Sicherheit sorgen kannst. So vermeidest du im Handumdrehen die größten Risiken bei deiner Arbeit mit sensiblen Daten.
Es vergeht eigentlich kaum ein Monat, in dem die Nachrichten nicht von einem großen Datenleck berichten. So gab es erst kürzlich einen Zwischenfall beim Onlineshop von Lidl, bei dem Angreifer aufgrund einer IT-Panne sensible Kund:innendaten abgreifen konnten. Lidl musste betroffene Kund:innen informieren und hat darüber hinaus eine Strafanzeige gestellt.
Ein Konzern wie Lidl wird diesen Vorfall wahrscheinlich relativ einfach verkraften können, für Freelancer:innen sieht das hingegen oft ganz anders aus. Doch wie hoch ist eigentlich das Risiko, selbst zum Opfer zu werden? Laut einer Umfrage der Verbraucherzentrale, waren bereits 30 % der befragten Internetnutzer:innen in Deutschland von einem gehackten Online-Konto betroffen.
Die Gefahr ist also real: Du musst für hohen Schutz sorgen und alle Konten entsprechend schützen, damit du nicht selbst zur Quelle eines Datenlecks wirst. Darüber hinaus gibt es aber noch ein paar weitere Tipps, mit denen sich die Online Sicherheit und der Datenschutz weiter steigern lassen.
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Jetzt registrieren!Veraltete Software ist eine der häufigsten Ursachen für einen gehackten Account oder gestohlene Daten. Die Angreifer:innen nutzen nämlich gerne bekannte Sicherheitslücken, um einen unbefugten Zugriff zu erhalten. Deswegen gehören regelmäßige Updates aller Systeme und Programme zum Standard der sogenannten Cyberhygiene.
Die gute Nachricht: Oft gibt es die Möglichkeit für automatische Updates, ob beim Betriebssystem oder bei den meisten Apps. Manchmal muss man aber auch selbst tätig werden und eine bestimmte Software manuell updaten. Der Aufwand lohnt sich allemal, um hohe Sicherheit und Datenschutz gewährleisten zu können. Wenn Updates fehlschlagen oder du bei der Einrichtung nicht weiterkommst, kann dir IT-Support gezielt helfen.
Schwache Passwörter sind ebenfalls ein Risiko, viele Menschen verwenden sogar das gleiche Passwort für mehrere Konten. Jedoch sollten Passwörter immer über eine hohe Komplexität verfügen und vor allem einzigartig für jedes Konto sein. Wer einen hohen Verwaltungsaufwand im Alltag befürchtet, kann einfach einen modernen Passwort-Manager nutzen.
Die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) geht sogar noch einen Schritt weiter. Diese Technologie ist bereits bei vielen Diensten verpflichtend, doch als Freelancer:in solltest du grundsätzlich so viele Konten wie möglich damit schützen. Jeder (unbekannte) Zugriff benötigt dann eine explizite Bestätigung durch ein zweites Verfahren.
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Freelancer:innen sind oft mobil und arbeiten von verschiedenen Orten aus. Hierzu können Coworking-Spaces oder Cafés gehören, die in der Regel ein öffentliches WLAN bereitstellen. Das ist praktisch, kann aber auch eine Gefahr bedeuten. In offenen WLANs können unverschlüsselte Verbindungen mitgelesen werden. Achte deshalb auf HTTPS und ignoriere keine Zertifikatswarnungen. Verschlüsselung allein macht eine Website allerdings noch nicht vertrauenswürdig, denn auch betrügerische Seiten können HTTPS nutzen.
Ein VPN kann zusätzlich den darüber geleiteten Datenverkehr zwischen deinem Gerät und dem VPN-Server verschlüsseln. Es ersetzt weder HTTPS noch den Schutz deiner Konten. Prüfe, wem du deinen Datenverkehr anvertraust und welche Daten der Dienst verarbeitet. Verlangen deine Auftraggeber:innen für den Zugang zu internen Systemen ein Unternehmens-VPN, nutze die dafür vorgesehene Lösung. Eine beliebige VPN-App ist kein Ersatz dafür.
Lokale Daten auf Endgeräten sollten ebenfalls immer verschlüsselt werden, damit sie bei Verlust oder Diebstahl weiterhin geschützt bleiben. Die gute Nachricht: Beliebte Betriebssysteme wie Windows, MacOS und Android bieten meistens ab Werk eine eingebaute Funktion an. Du musst sie nur in den Einstellungen finden, aktivieren und den Wiederherstellungsschlüssel getrennt von deinem Gerät aufbewahren.
Lokale Backups auf externen Datenträgern lassen sich auf ähnliche Weise verschlüsseln. Wer hingegen Cloud-Backups bevorzugt, sollte hierbei auf den richtigen Anbieter setzen. OneDrive oder iCloud sind für Kundendaten eher ungeeignet. Spezialisierte Anbieter mit End-to-End-Verschlüsselung und Zero-Knowledge-Architektur sind die bessere Wahl – ein EU-Sitz allein ersetzt diese technischen Kriterien nicht. Bist du unsicher, welche Lösung zu deinen Arbeitsdaten und den Anforderungen deiner Auftraggeber:innen passt, kann dich eine IT-Beratung bei der Auswahl unterstützen.
Wie das anfangs genannte Beispiel von Lidl zeigt, können sensible Kontodaten auch über ein Datenleck bei einem Anbieter ins Internet gelangen. Man selbst hat hierbei kaum eine Möglichkeit, ein solches Szenario zu verhindern. Es ist aber natürlich nicht praktikabel, ständig die Nachrichten nach möglichen Datenlecks zu durchsuchen.
Die viel bessere Option ist ein kostenloser Datenleck-Check durch einen seriösen Dienst. Dieser prüft anhand deiner E-Mail-Adresse, ob dein Konto von einem Datenleck betroffen sein könnte. Es durchsucht hierfür eine riesige Datenbank aller bekannten Vorfälle. Gibt es einen Treffer, solltest du sofort das Passwort ändern und alle zuvor genannten Tipps befolgen.
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Ein gehacktes Konto oder ein Datenleck kann für dich als Freelancer:in weitreichende Folgen haben. Hoher Schutz ist aber gar nicht mal so schwierig. Halte alle deine Geräte und Apps auf aktuellem Stand, verwende starke Passwörter und 2FA und setze auf eine Verschlüsselung aller Daten. Dadurch schaffst du eine sichere Umgebung für sensible Kund:innendaten und verankerst den Datenschutz in deinem Arbeitsalltag.
Aktuelle Software, starke und einzigartige Passwörter, Zwei-Faktor-Authentifizierung sowie verschlüsselte Geräte und Backups helfen dir, sensible Arbeitsdaten zu schützen. Diese technischen Maßnahmen sind ein Teil des Datenschutzes; welche weiteren Anforderungen gelten, hängt von deinen Projekten und den verarbeiteten Daten ab.
Die Zwei-Faktor-Authentifizierung ergänzt dein Passwort um einen zweiten Faktor, beispielsweise einen Code aus einer Authenticator-App oder einen Sicherheitsschlüssel. Dadurch reicht ein gestohlenes Passwort allein in der Regel nicht aus, um sich bei deinem Konto anzumelden.
Nicht grundsätzlich: HTTPS verschlüsselt die Verbindung zwischen deinem Browser und der jeweiligen Website auch im öffentlichen WLAN. Ein VPN kann den darüber geleiteten Datenverkehr zusätzlich zwischen deinem Gerät und dem VPN-Server verschlüsseln. Schreiben deine Auftraggeber ein Unternehmens-VPN vor, nutze die dafür vorgesehene Lösung.
Verschlüssele auch deine Sicherungskopien und bewahre benötigte Wiederherstellungsschlüssel sicher und getrennt vom Gerät auf. Bei Cloud-Backups solltest du prüfen, wie die Daten verschlüsselt werden und wer darauf zugreifen kann. Berücksichtige dabei die Vorgaben deiner Auftraggeber:innen.
Prüfe zuerst, welcher Dienst und welche Daten betroffen sind. Wurden Zugangsdaten offengelegt, ändere das Passwort und ersetze es auch bei anderen Konten, falls du es dort ebenfalls verwendet hast. Ein Treffer bedeutet nicht automatisch, dass dein Konto übernommen wurde. Umgekehrt schließt ein Check ohne Treffer ein Datenleck nicht aus.
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Hannah arbeitet seit Juli 2020 bei Junico und ist damit quasi seit Anfang an dabei! 🚀 Als Head of Acquisition hat sie die Verantwortung für Junicos Marketing-Abteilung und betreut wichtige Kund:innen seit Tag 1!
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